Lange Zeit erfolgte die Lehrerbildung in Österreich an Pädagogische Akademien durchgeführt, die im allgemeinen Sprachgebrauch als PÄDAK bekannt waren. Daneben existierten Pädagogische Institute, die der Fort- und Weiterbildung dienten. Da es an österreichischen Schulen auch Religionsunterricht gibt, gab es auch Religionspädagogische Akademien und Religionspädagogische Institute. Mit dem Ziel, die Lehrerausbildung auf ein akademisches Niveau zu heben, so wie es europaweit Standard ist, wurden mit 1.10.2007 Pädagogische Hochschulen gegründet. Seit dem werden fast alle ehemaligen Pädagogische Akademien und Institute heute als Pädagogische Hochschulen geführt.
Gesetzliche Grundlage:Hochschulgesetz 2007
Welche Lehrerausbildung findet dort statt?Schon vor der Einführung von Pädagogischen Hochschulen gab es eine universitäre Lehrerausbildung, aber nur für Lehrer die später an Gymnasien oder an einer höheren Schule unterrichten. Diese müssen das jeweilige Fach an einer Universität zusammen mit einem weiteren auf Lehramt studieren. Diese Ausbildung wurde so beibehalten. Die Pädagogischen Hochschulen bilden jedoch Lehrer für Volksschulen, Hauptschulen sowie Sonderschulen aus. Im Weiteren erfolgt auch die Lehrerausbildung für die so genannte Sekundarstufe II an den Pädagogischen Hochschulen. Dabei handelt es sich z.B. um Berufsschullehrer und ähnliches.
Organisation:Pädagogische Hochschulen sind in vielen Bereichen gleich organisiert wie Universitäten und Fachhochschulen. So beginnt z.B. das Studienjahr jeweils mit dem 1. Oktober und endet am 30. September im darauffolgenden Jahr. Das jeweilige Studium dauert drei Jahre und schließt mit dem „Bachelor of Education“ ab.