Bildung wurde stets als bester Garant genannt, um vor Arbeitslosigkeit geschützt zu sein. Aber das stimmt heute nicht mehr so wie früher. Das wurde jedenfalls von ExpertInnen im Ö1 Morgenjournal am 30.08.2010 näher dargestellt.
Nach wie vor ist die Zahl von arbeitslosen AkademikerInnen sehr gering. Knapp mehr als 500 junge AkademikerInnen waren im Monat Juli beim AMS als arbeitslos gemeldet. Das liegt aber nicht daran, weil alle eine Arbeit haben, sondern daran, dass viele nicht in der Statistik aufscheinen, weil sie dort noch gar nicht als arbeitslos gemeldet sind (weil sie noch keine Ansprüche erworben haben), weil sie während der Arbeitssuche von den Eltern finanziell unterstützt werden, oder auch weil sie während der Arbeitssuche Praktika machen um in einem Unternehmen Fuß zu fassen oder um eine andere relevante Arbeit zu finden.
Durchschnittlich findet man natürlich nach wie vor eher einen Job wenn man einen Hochschulabschluss hat wie wenn man gar keine Ausbildung hat. Aber natürlich findet nicht ein jeder den Job, den er/sie sich wirklich erträumt hat.
Ein Grund hierfür ist aber laut Bildungsexperten Arthur Schneeberger auch, weil heute rund 20% eines Geburtenjahrgangs einen akademischen Abschluss machen, der Arbeitsmarkt selbst jedoch nicht mehr als 10% benötigt. Vor allem der öffentliche Sektor, in dem früher viele junge AkademikerInnen aufgenommen wurden, ist heute gesättigt und nimmt kaum neue MitarbeiterInnen auf.
Wichtig wäre es, so die BildungsexpertInnen, auch, dass die angehenden JungakademikerInnen ihre Karriere schon während dem Studium planen und die richtigen Schritte setzen. Auch vor dem Studienbeginn sollte sich die angehenden Studierenden bereits überlegen, welche Chancen sie mit welchem Studium am Arbeitsmarkt haben.