Neuer Fachhochschulplan durch die Bundesregierung beschlossen
- By Martin Zinkner
- Veröffentlicht 31.08.10
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Was von der Regierung bereits angekündigt wurde, hat man jetzt auch beschlossen: die Fachhochschulen werden in den nächsten Jahren nicht weiter ausgebaut.
Das Interesse an Fachhochschulen ist weiterhin groß. Nicht nur immer mehr MaturantInnen interessieren sich für ein Studium an einer der derzeit 19 Fachhochschulen. Auch die Unternehmen haben immer mehr Interesse an MitarbeiterInnen, die eine Fachhochschule abgeschlossen haben. Das liegt vor allem an der großen Praxisrelevanz. Entweder müssen während dem Studium einschlägige Praktika absolviert werden, oder die Studierenden stehen überhaupt schon im Arbeitsleben und absolvieren ein Studium an einer Fachhochschule in berufsbegleitender Form. Durch ein solches Studium gewinnt sowohl der Mitarbeiter, wie auch das Unternehmen: der Mitarbeiter qualifiziert sich höher; dadurch hat das Unternehmen besser ausgebildete MitarbeiterInnen, die sich darüber hinaus auch schon ausgezeichnet im Unternehmen auskennen.
Der heute (31.8.2010) beschlossene neue Fachhochschulplan für die nächsten drei Jahre sieht zwar einige Verbesserungen für die Fachhochschulen vor, aber die Plätze werden für die nächsten Jahre nicht weiter ausgebaut.
In Österreich wurden Fachhochschulen ja erst sehr spät eingeführt. In den 15 Jahren des Bestehens haben aber bereits mehr als 44.000 eine Fachhochschule erfolgreich absolviert und mehr als 36.000 stehen derzeit in Ausbildung. Bis heuer wurden die Studienplätze jährlich um 300 ausgebaut. Damit ist vorerst einmal Schluss. Sollte, wie angekündigt, ab 2011 wieder mehr Geld zur Verfügung stehen, so werden dann auch wieder die Fachhochschulplätze weiter ausgebaut. Derzeit begründet die Wissenschaftsministerin Beatrix Karl das stagnieren der Plätze mit der schlichten Tatsache, dass kein Geld zur Verfügung steht.
Der neue Fachhochschulplan sieht eine Schwerpunktsetzung auf Technik und Naturwissenschaft vor. Auch soll das berufsbegleitende Studieren ausgebaut werden. Weitere beschlossene Verbesserungen sind: die Internationalisierung, eine Erhöhung der Frauenquote sowie eine größere Durchlässigkeit im Bildungssystem selbst.