Studierende, Professoren und Studierendenvertretungen beklagen schon seit langen das schlechte Betreuungsverhältnis an den Universitäten. Dieses wurde nun auch mittels neuen Zahlen bestätigt.
Die Zahl der Professoren steigt bei weitem nicht so schnell wie die Zahl der Studierenden. Besonders in den letzten Jahren stiegen die Studierendenzahlen sehr schnell an. Das hängt natürlich auch mit der angespannten Arbeitsmarktsituation zusammen. Nachdem viele keine adäquate Anstellung nach der Matura finden wird eine weitere Ausbildung an einer Universität unternommen.
Im Jahr 2005 studierten rund 218.000 Personen an den österreichischen Universitäten. Nur vier Jahre später, im Jahr 2009, stieg diese Zahl um rund 56.000 Personen (rund ein Viertel) auf 274.000 Personen an. Die Zahl von rund 2.200 Professoren an den österreichischen Universitäten blieb jedoch weitgehend gleich. Kamen deshalb 2005 noch rund 99 Studierende auf einen Professor so waren es im letzten Jahr bereits fast 125 die auf einen Professor kommen.
Natürlich werden Studierende nicht nur von Professoren unterrichtet. Aber eine Stufe unter den Professoren, bei den Dozenten, nahm die Zahl im Vergleichszeitraum sogar ab. Waren es 2005 noch insgesamt rund 3.160 so sank die Zahl innerhalb von fünf Jahren um fast 40 Dozenten. Das wissenschaftliche Personal nahm an den Universitäten im Vergleichszeitraum dennoch um fast 23% zu. Vor allem drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten ist das zu verdanken.
Mittelfristig wäre es natürlich sehr begrüßenswert, wenn nicht nur die Zahl des wissenschaftlichen Personals steigt, sondern auch die Zahl der Professoren. Denn nur diese dürfen Abschlussarbeiten usw. betreuen. Durch das schlechte Betreuungsverhältnis fällt es manchen Studierenden schwer einen geeigneten Betreuer für ihre Abschlussarbeit zu finden.
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