Wissenschaftsministerin Beatrix Karl und Unterrichtsministerin Claudia Schmied sind sich prinzipiell einig, dass es ab dem Studienjahr 2011/12 eine neue Studieneingangsphase geben soll. Durch diese Studieneingangsphasen soll es den Universitäten ermöglicht werden, dass sie sich ihre Studierenden aussuchen können.

Wie das ganze nun im Detail aussehen soll, da sind sich die beiden Ministerinnen noch nicht einig. Für Karl ist es klar, dass die neue Studieneingangsphase keine reine Schnupperphase sein soll, in der man 1-2 Semester in das Studium „hinein schnuppert“.  Für sie soll diese Phase, wenn es die Universität wünscht, ein Aufnahmeverfahren sein. Dadurch soll die Qualität der Studierenden erhöht werden.

Bildungsministerin will hingegen keine „Knockout-Prüfungen“ am Ende dieser Studieneingangsphase. Das heißt aber nur, dass sie sich entgegen einer einzigen Prüfung am Ende der Studieneingangsphase ausspricht. Sie kann sich aber schon vorstellen, dass es geordnete Abläufe, auch mit Prüfungen, gibt, mit denen festgestellt wird, welche Studierenden die entsprechenden Leistungen erbringen. Diese sollen dann aber auch gute und dementsprechende Studienbedingungen vorfinden.

Damit sieht man, dass sich beide Seiten zwar einig sind, dass etwas gemacht werden muss, aber bei der Frage der Ausgestaltung der Studieneingangsphasen liegen noch Welten. Zeit zum Handeln ist aber gefragt, den die Zeit drängt.

Die Studierendenvertreter haben auf jedenfalls schon umfassende Proteste angekündigt, wenn durch die geplante Studieneingangsphase der freie Hochschulzugang in Österreich beendet wird.