Bei der Promotion „sub auspiciis praesidentis“ (vollständiger lateinischer Name: Promotio sub auspiciis Praesidentis rei publicae) handelt es sich um die höchste Auszeichnung für Studienleistungen in Österreich. Aus dem lateinischen übersetzt heißt diese Auszeichnung so viel wie: Promotion unter den Auspizien des Bundespräsidenten.

Diese sehr spezifische Form der Promotion hat sich aus der Zeit des österreichischen Kaiserreiches erhalten. Schon damals wurden die besten Studierenden unter der Anwesenheit des Kaisers promoviert. Damals hieß das Ganze natürlich noch „sub auspiciis Imperatoris“. Diese kaiserliche Tradition gründete sich wiederum auf eine römische Tradition (auspicium). Wie viele andere heutige spezifisch österreichische Traditionen hat es auch diese Form der Promotion in die republikanische Zeit Österreichs geschafft. Zur Auszeichnung selbst erhält man einen Ring mit der Innschrift: sub auspiciis praesidentis.

•    Voraussetzungen für eine Promotion sub auspiciis praesidentis

Eine Promotion „sub auspiciis praesidentis“ stellt natürlich eine sehr seltene Promotion dar. Durchschnittlich erlangen jährlich rund 10-15 Personen diese besondere Form der Auszeichnung. Einer Handvoll Personen ist es auch bereits gelungen in je zwei Fächern die Auszeichnung zu erhalten.
Die Feier selbst stellt für die AbsolventInnen natürlich eine große Feierlichkeit dar. Im Regelfall ist natürlich, wie es der Name sagt, der Bundespräsident anwesend. Er kann jedoch auch einen Vertreter entsenden (z.B. im Krankheitsfall). Zusätzlich zum „normalen“ Prozedere einer Promotion wird den AbsolventInnen der Ehrenring durch den Bundespräsidenten verliehen.