Seit 1993 gibt es in Österreich die Möglichkeit eine Hochschulausbildung nicht nur an einer Universität zu absolvieren, sondern auch an Fachhochschulen. Für beides sprechen gute Gründe sie zu besuchen. Und auch von der persönlichen Einstellung und Zukunftsplanung her, kann es Unterschiede geben, was man sich aussucht.

Generelle Unterschiede sind:

Fachhochschulen:
  • haben fixe Stundenpläne, die eingehalten werden müssen
  • die Lehre findet im kleinen Rahmen statt und ist sehr praxisorientiert
  • Lektoren an Fachhochschulen kommen meist direkt aus der Wirtschaft
  • Mitarbeits- und Anwesenheitspflicht
  • meist gute Ausstattung und Infrastruktur

Universitäten:
  • keine fixen Vorlesungszeiten,
  • Stunden können, je nach Studienrichtung, relativ frei gewählt werden
  • Lehre erfolgt durch Vorlesungen im großen Rahmen und
  • durch Seminare im kleineren Rahmen, zur Vertiefung und Anwendung.
  • Anwesenheitspflicht besteht nur bei (Pro-)Seminaren und Übungen

Zu beachten ist hier, dass das nur generelle Unterscheidungen sind, die nicht bei jedem Studium zutreffen. Nicht jede Studienrichtung hat so viele Studierende, dass sie eine Vielzahl an Fächern anbieten können und deswegen relativ fixe Stundenpläne hat. Wie schnell und wieviel man studiert ist jemanden an einer Universität allerdings relativ frei gestellt. Hier musst du nur aufpassen, wenn du ein Stipendium oder ähnliches bekommst. Manche brauchen allerdings den Druck einer Fachhochschule samt Anwesenheitspflicht, wie es ihn auch an der Schule gegeben hat. Das muss ein jeder für sich selber wissen.

Wer strukturiert studieren will, und möglichst schnell einen Abschluss haben will, ist an einer Fachhochschule sicherlich besser dran.
Wer lieber relativ frei entscheiden möchte, sich sein Studium selber aufbauen und einmal mehr und einmal weniger studieren will, ist mit einem Universitätsstudium besser dran.

Beachten muss man allerdings, dass Fachhochschulstudiengänge nicht alles im vollen Umfang anbieten. Sie sind meistens eher Technik- und Wirtschaftslastig. Absolventen von Fachhochschulen finden meistens in der Privatwirtschaft auch sehr schnell einen Job. Wer jedoch eher in den wissenschaftlichen Bereich gehen möchte, sollte eine Universität besuchen.

Viele Fragen, die sich einem hier stellen. Am Besten redest du schon vor deiner Auswahl mit Leuten die an Universitäten und an Fachhochschulen studieren. Sie können dich sicher am Besten beraten. Wenn du niemanden persönlich kennst, besuchst du Idealerweise die  Berufsinformationsmesse "Best". Hier kannst du an den einzelnen Ständen mit derzeit Studierenden von Fachhochschulen und Universitäten sprechen.