Der inhaltliche Aufbau eines Protokolls richtet sich ganz nach dem Protokolltyp. wir richten uns hier jedoch nach so genannten Verlaufsprotokollen o.ä. Die beschriebenen Punkte sind deshalb nur Anregungen für alles was ein Protokoll enthalten kann, aber nicht muss. Mit der Zeit entwickelt man normalerweise ein Gefühl für alles was das Protokoll enthalten muss. Hilfreich ist es immer, wenn man sich selbst fragt, ob ich bei dem Protokoll alles nachvollziehen könnte. Immer davon ausgehen, dass die Person, die das liest, das Beschriebene Ereignis/den Ablauf....nicht kennt.
Protokollkopf:- Ganz wichtig ist es ein Protokoll mit einem ausführlichen Protokollkopf zu beginnen! Darin kann enthalten sein:
- Name der/des Protokollanten (an der Universität samt Matrikelnummer und Studienkennzahl)
- Natürlich das Datum (des protokollierten Ereignisses)
- Titel des Protokolls (an der Universität die Lehrveranstaltung, oder das protokollierte Ereignis.....)
- Anwesende Personen
- Organisatorische Vereinbarungen
- Anhang zum Protokoll
Inhalt des Protokolls:Wird z.B. ein Versuch protokolliert, so sind sämtliche Arbeitsschritte chronologisch geordnet anzuführen. Das sollte in der Weise erfolgen, dass der Protokollleser den Versuch prinzipiell nachvollziehen kann.
Wird an der Universität ein Vorlesung ein Seminar protokolliert kann enthalten sein:
- die bearbeiteten Themen
- kurze Zusammenfassung, was der Inhalt der Themen war. eventuell auch einen Verweis auf ein Handout machen das verteilt wurde.
- welche Fragen sind offen geblieben?
- Gab es eine Diskussion? Was waren die Hauptinhalte der Diskussion und wer hat sich daran beteiligt?
- Eventuell Skizzen einfügen, die das Verständnis erleichtern
Wie schon oben erwähnt, fragt man sich immer am Besten selbst, was man in einem Protokoll benötigt, um alles rekonstruieren zu können.
Auch Kritik an der LV darf geübt werden. Dabei aber möglichst sachlich bleiben und eigene Meinung als solche kennzeichnen. Auch Kritik von anderen Teilnehmern darf dargestellt werden.
Wichtig ist es, dass Protokoll möglichst schnell anzufertigen. Umso länger das zu protokollierende Ereignis vergangen ist, umso schwieriger wird es alles richtig zu rekonstruieren. Auch während dem zu protokollierenden Ereignis schon möglichst viele Notizen machen, mit denen man alles rekonstruieren kann.
Wichtig ist eine übersichtliche Gliederung des Protokolls. Damit diese übersichtlich ist muss sie nicht zwingend chronologisch sein (bei bestimmten Ereignissen). Ist bei etwas der zeitliche Abläufe allerdings relevant, so ist das Protokoll auch so darzustellen. Auch Formatierung (Überschrift/Fettdruck/Absätze....) ist sehr wesentlich für ein gutes Protokoll.
Sollte etwas inhaltlich für das Protokoll unklar bleiben, unbedingt so schnell wie möglich jene Person kontaktieren, die diese Unklarheit auflösen kann.
Ein Protokoll muss nicht wie ein Essay geschrieben sein. Am besten kurze prägnante Sätze oder auch Halbsätze.
Auch in der Länge des Protokolls nicht übertreiben. Normalerweise reichen max. 4-5 Seiten. Natürlich richtet sich das ganze immer nach Struktur und Thema. Deshalb am besten einfach versuchen nicht zu detailliert zu beschreiben.