Mit direkten Zitaten solle man eher sparsam umgehen und diese wirklich nur ausnahmsweise verwenden wenn etwas besonders wichtig erscheint. Normalerweise werden eher indirekte Zitate verwendet. Bei einem indirekten Zitat werden im Prinzip die Gedanken des Autors übernommen. Diese sollen nicht interpretiert oder gedeutet werden, sondern der Inhalt des indirekten Zitates soll sinngemäß dem direkten Zitat entsprechen.
Formal ist die Verwendung von indirekten Zitaten nicht so vielen Anforderungen unterworfen wie direkte Zitate. Es werden:
- keine Anführungszeichen verwendet,
- keine Einrückung vorgenommen und
- kein kleinerer Zeilenabstand verwendet.
Dennoch soll ersichtlich sein, wo das indirekte Zitat beginnt und wo es endet. Am besten geschieht das durch einen Absatz. Zum Schluss wird in Klammer Angaben zum Buch und Autor gemacht. So kann vom Leser auch das indirekte Zitat in gleicher Weise nach verfolgt und überprüft werden wie das direkte Zitat.
Bleiben wir beim Beispiel, das ich beim direkten Zitat verwendet habe:
Direktes Zitat:- „Straßen- und Ortsbezeichnungen prägen durch ihre Publikationswirkung maßgeblich den nationalpolitschen Charakter eines Territoriums als Siedlungsgebiet eines Volksstammes und sind äußere Zeichen der territorialen Verbreitung einer bestimmten Sprache als ´landesübliche Sprache´ (Pernthaler, 2006: 81).“
Indirektes Zitat:Der Autor sagt dazu, dass gerade die Bezeichnung von Orten und Straßen für eine Volksgruppe einen besonderen Status in der nationalpolitischen Frage hat, da diese ja öffentlich ersichtlich sind und nach außen hin zeigen, dass in diesem Gebiet auch die Sprache dieser Volksgruppe eine im Land übliche Sprache ist (vgl. Pernthaler, 2006: 81).
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