Was kann man sich unter einem Sprach-Tandem vorstellen? Hat man dieses Wort schon mal gehört? Vermutlich nicht, deswegen hier einmal eine kurze Erklärung.

Schon jeder hat einmal ein Tandemfahrrad gesehen, oder zumindest schon davon gehört. Ein solches Rad ist so gebaut, dass darauf zwei Personen sitzen und damit fahren können. Natürlich gehört ein bisschen Übung dazu. Und so wie auf einem Tandemfahrrad zwei Personen sitzen, so arbeiten bei einem Sprachtandem auch zwei Personen miteinander. Aber wie kann man sich das jetzt konkret vorstellen?

Universitäten sind heute sehr international. Besonders durch das Erasmus-Programm kommen sehr viele unterschiedliche Nationalitäten an die Universitäten. Diese wollen meist ihr Deutsch verbessern. Es bietet sich jetzt sehr gut an, eine solche Person zu fragen ob man nicht gemeinsam die jeweils andere Sprache verbessern möchte. Wenn du z.B. eine Französisch sprechende Person kennst, und du dein Französisch verbessern möchtest, so bietet es sich an sich ein paar mal die Woche (je nach zeitlicher Verfügbarkeit) zu treffen und jeweils die Hälfte der Zeit Deutsch und Französisch zu sprechen. So habt ihr beide einen Lerneffekt und habt vor allem die sehr gute Möglichkeit jeweils mit jemanden in seiner Muttersprache zu sprechen.

Wichtig ist es hier natürlich, dass ihr euch regelmäßig und konsequent trefft und euch einen gewissen Lernstoff ausmacht. So könnt ihr verschiedene Themenbereiche ausmachen, oder auch Grammatik usw.

Der Vorteil in solchen Sprachtandems ist es natürlich, dass es kostenlos und äußerst effektiv ist.

Der Nachteil ist sicherlich, dass man einmal einen Tandempartner finden muss, der das ganze gleich konsequent verfolgen möchte wie ich selbst (dafür bieten sich auch Aushänge an der Universität an). Außerdem fordert eine solche Lernpartnerschaft eine große Selbstdisziplin.