Man kommt frisch von der Universität. Viele Prüfungen wurden absolviert und viele Bereiche intensiv gelernt. Trotzdem wird es nicht so sein, dass man sich an den neuen Arbeitsplatz hinsetzt und zu arbeiten beginnt als hätte man das schon immer gemacht. Auch wenn Praktika während des Studiums absolviert wurden, so sind doch alle Arbeitsplätze verschieden. Außerdem wird man nur mehr spezifisch auf einem Gebiet arbeiten und nicht mehr breit gefächert in vielen Bereichen. Und in diesem Bereich muss ich ein absoluter Experte sein.

Weiters werden viele Sachen, die am Arbeitsplatz benötigt werden, an der Universität nicht gelehrt, obwohl es sich bei vielen Studienrichtungen sicherlich schon gebessert hat. Organisation, Kommunikation und auch Gruppendynamik sind im Arbeitsalltag unverzichtbare Bestandteile. Aber leider sind sie nur in den wenigsten Lehrplänen enthalten. Deshalb empfiehlt es sich, solche Kompetenzen schon parallel zum Studium zu lernen (hier ein paar Möglichkeiten). Solche Zusatzausbildungen sind auch immer ein absoluter Pluspunkt in einer jeden Bewerbung.

Am neuen Arbeitsplatz selbst muss man sich einmal auf den neuen Arbeitsrythmus- und alltag gewöhnen. Normalerweise verbringt man ja zumindest 40 Stunden in der Woche an seinem Arbeitsplatz. Deshalb sollte er auch so gestaltet sein, dass ich mich wohl fühle.

Es ist klar, dass ich mich am Anfang noch nicht so gut auskenne. Vor allem dann nicht, wenn ich frisch von der Universität komme. Deshalb sind Fragen natürlich erlaubt. Fragen zeugen auch von Interesse. Und außerdem: Besser man fragt 2x und man macht es 1x richtig, als man fragt nicht und macht es 1x falsch.

Ideal ist es natürlich wenn man einen schon sehr erfahrenen Mitarbeiter an seiner Seite hat, der einem in der Anfangsphase unterstützt. Das ist aber leider nicht überall gegeben.

Hat man sich einmal an den gesamten Arbeitsalltag und die Abläufe gewöhnt, so kann man ruhig einmal von den Kollegen und natürlich dem Vorgesetzten ein Feedback einholen. Oft wird das sowieso gemacht. Wenn nicht ruhig darauf bestehen, da auch das von Interesse an guter Arbeit zeugt. Das Feedback durchaus ernst, aber ja nicht persönlich nehmen. Es soll ja nur konstruktive Kritik sein, damit man in Zukunft noch besser an seinem Arbeitsplatz arbeiten kann.