Ein fast jeder Student plagt sich während des Studiums einmal (oder auch öfters) mit dem Gedanken das Studium abzubrechen. Zum Glück setzt das dann nicht auch ein jeder gleich in die Tat um. Und solche Gedanken kommen nicht nur beim Studienanfang auf, sondern auch oft wenn man bald fertig ist. Hier sollte man jedoch schon gründlich bedenken, ob man nicht doch noch 1-2 Semester schafft, wenn man schon so viele hinter sich gebracht hat.

Die Gründe sich mit Abbruchgedanken zu spielen können vielfältig sein:
  • Unzufriedenheit mit dem Studium
  • Unzufriedenheit mit der finanziellen Lage
  • Man möchte ein geregelteres (Arbeitsleben) führen
  • Die Interessen haben sich verlagert
  • Die private Situation hat sich geändert
  • usw. usw. usw.

Seiner Unzufriedenheit sollte man natürlich nachgehen. Oftmals sind es nur Kleinigkeiten die stören, aber ein Gefühl verursacht, das Studium einfach hinschmeißen zu wollen. Ein Studienabbruch heißt ja nicht unbedingt dass man nie mehr studiert. Aber ist einmal abgebrochen, so ist es eher unwahrscheinlich noch einmal zu beginnen.  Ist man sich einfach unsicher und möchte man sich einmal orientieren, so ist es sicher angebrachter einfach eine Pause einzulegen und trotzdem keine Abmeldung vorzunehmen. Meldet man sich nämlich ab, so kann es passieren, dass man in den Studienplan, in dem man studiert hat, nicht mehr studieren kann und sich einem neuen Studienplan unterstellen muss.

Ein guter Weg ist es sicher einmal, sich mit Freunden zusammen zu setzen und zu ergründen, wo die Gründe mit der Unzufriedenheit liegen. Auch die Konsequenzen sollten bedacht werden:
  • Eventuelle Rückzahlung der Studienbeihilfe,
  • Verlorene Ausbildungsjahre,
  • Abbruch der sozialen Beziehungen zu und an der Universität,
  • usw.

Für Studienprobleme gibt es natürlich auch professionelle Hilfe. An den Universitäten gibt es Beratungsstellen an die man sich wenden kann. Auch die ÖH selbst bietet Beratung an.

Natürlich ist ein Studienabschluss alleine noch lange keine Garantie für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Aber es hilft sicher. Auch sollte man sich die Konsequenzen bei einem Studienabbruch überlegen, wenn man dann in weiterer Folge versucht ins Arbeitsleben einzusteigen: Wie begründe ich meinen Studienabbruch? Hier kann immer der Verdacht beim potentiellen Arbeitgeber aufkommen, dass man alles bei kleinen Problemen hinschmeißt. Kann man es aber gut begründen, und hat eventuell andere Fertigkeiten die wichtig für einen Job sind, so ist das sicher kein Problem.

Zusammengefasst kann man also noch einmal sagen, dass ein möglicher Studienabbruch gut überlegt sein sollte. Nicht aus dem Bauch heraus entscheiden und sich alles gut, auch mit anderen Personen, überlegen. Besser erst einmal nur aussetzen, und erst wenn man merkt es geht wirklich nicht mehr das Studium abbrechen.