Jeder redet heute davon: Man muss Netzwerke aufbauen, in Netzwerke rein kommen, Netzwerke ausbauen und natürlich Netzwerke pflegen.

Aber was bedeutet das jetzt und warum ist es wichtig? Es gibt ja mal verschiedene Typen von Studenten, die alle ihr Studium unterschiedlich planen:

  • Typ 1 fängt das Studium an (was ihn gerade interessiert) und schaut mal was passiert.
  • Typ 2 fängt das Studium an, kommt drauf das er was anderes machen will, wechselt, lernt viele Leute kennen, lässt sich etwas treiben, nützt aber immer wieder Möglichkeiten die sich ergeben um sich neben dem Studium auch Sachen anzusehen.
  • Typ 3 fängt das Studium an, studiert zwar recht fleißig genießt aber das Leben daneben doch sehr und steht zum Schluss zwar mit einem Uniabschluss da, weiß aber eigentlich nicht was man damit tun soll.
  • Typ 4 wusste schon vor der Mittelschule was er studieren möchte, studiert das strebsam, macht alle möglichen Sachen nebenbei um sich noch besser zu bilden, lässt keine Veranstaltung aus, baut sein Netzwerk auf und aus, lässt keine Chance ungenutzt.

Typ 2 und 4 werden sich nach dem Uniabschluss am leichtesten tun eine Arbeit zu finden. Zwar arbeitet nur Typ 4 zielgerecht um sich ein Netzwerk aufzubauen, aber bei ihm ist das schon zu sehr geplant. Typ 2 hält halt die Augen offen und bekommt dadurch auch so manche Möglichkeit geboten.

Und darum geht es bei einem Netzwerk: Möglichkeiten! Ein Studium ist ja super, und man ist danach sicher super ausgebildet. Aber was bringt einem das, wenn man dann keine adäquaten Arbeitsplatz bekommt? In welcher Stellenanzeige steht schon: Junger dynamischer Ethnologe ohne Berufserfahrung gesucht? Wird eher nicht passieren. Netzwerke helfen dann um doch einen guten Arbeitsplatz zu bekommen.

Und Netzwerke helfen auch schon während des Studiums:
Man kommt frisch in die Stadt, kennt kaum Leute. Schon gar nicht kennt man jemanden in dem oder dem Seminar. Schon hier heißt es ein Netzwerk aufbauen. Das hilft wenn man für Prüfungen lernen muss, wenn man Gruppenarbeiten macht, wenn man ein Seminar versäumt hat und wissen möchte was dort durchgemacht wurde, wenn man vielleicht einen Nebenjob sucht und gerade einer meines Netzwerkes kennt eine freie Stelle. Hier helfen Netzwerke sehr.

Und auch neben dem Studium sollte man sein Netzwerk aufbauen:
Veranstaltungen zu Unirelevanten Themen besuchen. Mit den Leuten reden, mit ihnen Kontaktdaten austauschen, sie nach Möglichkeiten fragen. Und und und. Wann bekommt man schon die Möglichkeit recht unkompliziert mit Leuten meines Fachgebietes zu reden? Und vielleicht suchen die gerade jemanden in der Firma für eine Stelle die noch nicht ausgeschrieben ist. Und hier hast du nun die Möglichkeit dich zu präsentieren und bist nicht einer von 30 die sich für die Stelle beworben haben.

Natürlich hört sich immer alles leichter an als es dann in Wirklichkeit ist. Und jeder muss für sich selbst wissen wie wichtig ihm es ist ein Netzwerk aufzubauen. Aber wir wollen trotzdem ein paar hilfreiche Tipps geben damit man sich vielleicht schon während des Studiums sein persönliches Karrierenetzwerk aufbauen kann.