Den Begriff Seilschaft hat man sicher schon mal gehört. Der Begriff kommt ja eigentlich aus dem Bereich des Bergsteigens: Es ist eine Gruppe die gemeinsam durch ein Seil gesichert einen Berg erklimmt. Und hier heißt es natürlich auf sich gegenseitig aufzupassen. Eine Seilschaft kann nur gemeinsam das Ziel erreichen.

Übertragen wird das aber auch auf die Karriere: auch hier ist es eine Gruppe die gemeinsam die Karriereleiter erklimmen wollen und sich dabei aufeinander Verlassen. Klingt ja primär mal nicht so schlecht. In der Praxis ist sie es aber doch: ein Netzwerk hilft mir zwar zu Kontakten zu kommen, letztlich kommt es aber doch noch immer auf die Qualifikation an, ob ich die Karriereleiter rauf komme oder nicht. Eine Seilschaft zielt aber darauf ab auch die weniger qualifizierten Mitglieder möglichst hoch die Karriereleiter rauf zu bekommen.

Seilschaften werden natürlich immer wieder mit Burschenschaften oder anderen Studentenverbindungen in Zusammenhang gebracht. Natürlich helfen sich die Mitglieder alle später gegenseitig und für Außenstehende ist es nur sehr schwer da rein zu kommen. Und negativ ist natürlich wieder das man sich abseits der Frage der Qualifikation hilft. Weiters negativ ist auch noch, dass Seilschaften meistens männlich besetzt sind. Frauen schaffen später viel schwerer einen guten Aufstieg auf die Karriereleiter, weil diese nicht durch Seilschaften miteinander verbunden sind.