Die Schüler in Österreich sind ja generell als eher als zu faul zum Fremdsprachenlernen verschrien. Dass das so gar nicht stimmt zeigt eine neue Studie für das Erhebungsjahr 2007, die vom europäischen Statistikamt Eurostat präsentiert wurde.

Österreichweit lernen 76,1% aller Schüler, welche die Oberstufe besuchen, zwei oder mehr Fremdsprachen. Damit liegt Österreich um einiges über dem EU-Schnitt der bei nur 60,1% liegt. Natürlich gibt es Länder die deutlich mehr haben. In Tschechien, Luxemburg und den Niederlanden lernen 100% aller Schüler die eine Oberstufenschule besuchen zwei oder mehr Fremdsprachen. Ganz schlecht in dieser Frage sieht es hingegen in Großbritanien (6,1%), Griechenland (6,9%) und auch Irland (8,2%) aus.

Eurostat hat auch Daten zur Selbsteinschätzung von Schülern und Erwachsenen erhoben, wie viele Sprachen sie ihrer Meinung nach sprechen können. Im Durchschnitt haben 28,1% aller Europäer Kenntnisse in zwei oder mehr Fremdsprachen.

In der Altersgruppe von 25-64 Jahre liegt Österreich hier leicht darüber. Spitzenreiter sind hier Slowenien (71,8%), Slowakei (68%) und Finnland (67,9%). Ganz schlecht sieht es in dieser Frage in Ungarn (7,7%), Griechenland (11,9%) und Spanien (17,9%) aus.

Quelle: orf.at