Seit der Novelle des Fachhochschul-Studiengesetzes im Jahr 2002 sind an den österreichischen Fachhochschulen derzeit drei Studiengangsarten möglich.
Diese sind:
- FH-Bachelorstudiengänge mit einer Dauer von 6 Semestern
- FH-Masterstudiengänge mit einer Dauer von 2-4 Semestern
- FH-Diplomstudiengänge mit einer Dauer von 8-10 Semestern
Damit wurden auch an Fachhochschulen Bachelor- und Masterstudiengänge geschaffen. Davor hatten diese in der deutschsprachigen Studienlandschaft keine Tradition. Konzeptionell gab es vorwiegend Diplomstudiengänge. Wichtig wurde die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen an Fachhochschulen auch aus dem Grund der Internationalisierung. Ziel ist und war es die österreichischen Fachhochschulen in den Gesamteuropäischen Hochschulraum zu integrieren. Da Mobilität für Fachhochschulstudierende auch immer mehr an Bedeutung gewinnt und die Chance eines Austauschsemesters oder –jahres von immer mehr Studierenden genutzt wird, war das ein wichtiger Schritt dorthin.
Was sind die genauen Zielsetzungen des gestuften Hochschulsystems?- Das Studienangebot kann dadurch flexibilisiert werden
- Studienabschlüsse können im europäischen Hochschulraum besser verglichen werden
- Die Mobilität von Studierenden wird gesteigert und die Fachhochschulen werden gleichzeitig attraktiv für ausländische Studierende
Ein weiterer Vorteil ist es, das nicht in einem Zug studiert werden muss. Es besteht beispielsweise die Möglichkeit zwischen Bachelor- und Masterstudium eine Zeitlang Praxis zu erwerben um dadurch praktische Erfahrung für das Masterstudium zu erwerben.
Diplomstudiengänge werden nach und nach eingestellt und sind nur mehr vereinzelt vorhanden. Für die Zukunft wird es an Fachhochschulen nur mehr Bachelor- und Masterstudiengänge geben.
Doktoratsstudiengänge sind derzeit an Fachhochschulen noch nicht vorgesehen und es ist auch noch nicht absehbar wann solche angeboten werden. AbsolventInnen von Diplom- und Masterstudiengängen an Fachhochschulen steht es jedoch offen ein Doktoratsstudium an einer öffentlichen Universität zu absolvieren. Näheres wird in diesem
Artikel erklärt.