Erfolgreich studieren kann man lernen

Ratgeber verrät, wie man mit weniger Mühe Erfolg haben kann

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Rezension zu Studieren kann man lernen von Kira KlenkeKira Klenke wünscht sich, dass ihr Ratgeber „Studieren kann man lernen“ die Lernbegeisterung bei zweifelnden Studierenden wieder entfache. Lernerfolg hänge nicht von Intelligenz oder Fleiß ab, sondern von „strategisch geschicktem Verhalten und (…) Selbstbewusstsein“. Beides sind in den Augen der Autorin Faktoren, die Studierende beeinflussen können.

Das Buch stellt eine Anleitung dar, verschiedene Coaching-Techniken kennenzulernen und zu verstehen sowie in bestimmten Studiensituationen anzuwenden. Ziel der Techniken ist es, den persönlichen Lern- und Arbeitsstil wiederzuentdecken, um erfolgreich und mit Freude lernen und studieren zu können. Als Beispiel zieht Klenke Kleinkinder heran, denen eine angeborene und damit unverfälschte, unbändige Neugier und Begeisterung nachgesagt werden.

“Werde, der du bist“ – der Weg zum erfolgreichen Studium

Das Buch richtet sich an Studierende, die Zweifel an der Schaffbarkeit ihres Studiums hegen. Dies sei eine Situation, vor der Studienanfänger als auch höhersemestrige Kommilitonen schon gestanden hätten. Für Viele sei das Studium mit einem Sprung in einen reißenden Strom vergleichbar. Die Struktur des Stundenplans, die Anforderungen der Prüfungsordnung, das Nachbereiten der Studieninhalte oder das Vorbereiten der Prüfungen, würde sie so in Zugzwang versetzen, dass das Studium eine Eigendynamik entwickele, welche die Studierenden fortreißen würde. Vergleichbare Situationen kennen sicher viele Menschen von Stress-Situationen in Familie und Beruf. Laut Klenke können derartige Lebenslagen gemeistert werden, indem sich Betroffene über ihre eigene Stärken und Schwächen bewusst werden und damit einen Weg zum persönlichen Erfolg ebnen.

Das Buch ist dazu in fünf Kapitel unterteilt, welche jeweils mit Lernzielen verbunden sind. Denn die Autorin führt die Leser durch einen Coaching-Prozess, in dem sie

  1. ihre derzeitige Lage analysieren,
  2. herausfinden, was Erfolg für sie bedeutet,
  3. sich über ihre persönlichen Werte bewusst werden,
  4. herausfinden, welche Wünsche und Ziele sie mit einen Studium verbinden und
  5. einen Handlungsplan für das erfolgreiche Abschließen des Studiums entwerfen.

Hier liegt die eindeutige Stärke des Buches. Kira Klenke wartet mit vielen Fragen und Aspekten auf, die sich der Ratsuchende stellen muss, um sein Erfolgs-Journal, wie die Autorin die anzulegende Sammlung von Ideen für die Zukunft nennt, zu erstellen. Dieses dient als Begleiter der zu Coachenden, um den Lernprozess zu dokumentieren. Hier wird die Ist-Analyse der Persönlichkeit festgehalten, Handlungsziele festgelegt und Glaubenssätze zur inneren Bestärkung aufgestellt. Das Journal ist der Masterplan für das erfolgreiche Studium und wer sich Zeit für Analyse und Reflektion nimmt, wird seinen Weg zum selbstbestimmten und erfolgreichen Studium finden.

Die Autorin lehrt Statistik an der HS Hannover. Dass sie im engen Kontakt zu Studierenden steht und ihre Sorgen und Nöte kennt, merkt man ihrem Buch deutlich an – das Ganze liest sich wie der Abriss eines Coaching-Seminars. Was in der mündlichen Kommunikation sympathisch erscheint, muss nicht zwangsläufig auch in Ratgeberliteratur funktionieren. Die direkte Ansprache des Lesers (Sie, ja Sie…) irritiert zuweilen, die zahlreichen Anekdoten (Lassen Sie mich eine kurze Geschichte erzählen…) verleiten zum Überspringen der Textzeilen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, findet in dem Buch einen Ratgeber, der mit konkreten Fragestellungen und Techniken einen Weg zum Erfolg skizziert.

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