Zentrum für Fernstudien
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Kampf mit organisatorischen Hürden – Alltag für österreichische Studenten?

Auf dem Weg zum Abschluss müssen Studierende in Österreich nach wie vor mit vielen organisatorischen Problemen rechnen, die oft zu einer deutlichen Verlängerung der Studiendauer führen können.

Zu diesen zählen offenbar vor allem ungenaue oder unzureichende Informationen durch die jeweiligen Studienabteilungen der Hochschulen und Fakultäten, welche den Studenten eigentlich in Situationen wie dem Studienabschluss, dem Übergang in das weiterführenden Studium oder dem Wechsel in einen fachfremden Studiengang mit Rat und Tat zur Seite stehen sollen. Auch von langen Bearbeitungszeiten von eingereichten Abschlussarbeiten wird in einem aktuellen Artikel der österreichischen Zeitung „Der Standard“ berichtet.

Die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH) kritisiert in diesem Zusammenhang auch den Mangel an genormten Regelungen, die genau festlegen, welche Auflagen die Studenten erfüllen müssen, um ein Master- an ihr Bachelorstudium anzuschließen zu können. Laut der Organisation kommt es in vielen Fällen zu einer individuellen Prüfung der Leistungen der Bewerber durch die Studienprogrammleitung und ob diese als gleichwertig einzustufen sind. Das würde wiederrum die Idee der Bolognareform, nämlich die Durchlässigkeit der Studienrichtungen, zerstören.

Diese Problematiken können im schlimmsten Fall nicht nur zu einer verlängerten Studiendauer, sondern auch zu ernstzunehmenden ökonomischen Schäden führen und die finanzielle Planung der Studenten ordentlich durcheinander bringen. So können zum Beispiel finanzielle Beihilfen durch die Wartezeiten verloren gehen.

Die Studienvertretung engagierte deswegen bereits einen Juristen, der die Studierenden rechtlich unterstützt und auch schon einige exemplarische Urteile erwirkt hat. Das macht deutlich, wie wichtig es für die Studenten ist, sich so früh wie möglich mit zuverlässigen Informationen bezüglich Abläufen, Standards, Anrechnungen und Regelungen zu versorgen. So bietet neben den Studienservicestellen der Fakultäten auch die ÖH lokale Referate an, bei welchem man entsprechend nachfragen kann.

Derstandard.at, 11.10.2016

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