Der Besichtigungstermin

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Besichtigungstermin neue WohnungWer einen Besichtigungstermin für eine Wohnung bekommt, ist der eigenen Wohnung schon ein gutes Stück näher gekommen. Doch auch hier gibt es noch einiges zu beachten! Genau wie in einer WG zählt auch hier der erste Eindruck – der Vermieter möchte seine Wohnung schließlich in guten Händen wissen. Ein gepflegtes Auftreten ist also Pflicht. Es muss nicht der gute Sonntagsanzug sein, aber auf die alten Sneakers vom letzten Festival und die löchrige Jeans solltest du bei diesem Termin verzichten.

Wann sollte der Besichtigungstermin stattfinden?

Ein Besichtigungstermin sollte niemals im Dunkeln und am Sonntag stattfinden. Tageslicht ist wichtig, um zu sehen, wie hell die Wohnung ist. Wer den ganzen Tag das Licht einschalten muss, zahlt am Ende des Monats auch eine höhere Stromrechnung. An Wochenenden ist das Verkehrsaufkommen um die Wohnung herum geringer. Um zu sehen oder besser zu hören, wie befahren die Straße vor dem Schlafzimmerfenster wirklich ist, solltest du auf jeden Fall auf einen Termin an einem Wochentag bestehen. Sinnvoll ist auch eine Begleitung, die du zum Besichtigungstermin mitnimmst – vier Augen sehen immer mehr als zwei!

Der Besichtigungstermin: Die richtige Vorbereitung

Fragen bei Besichtigungstermin neue WohnungEbenfalls wichtig für eine Wohnungs- oder WG-Besichtigung ist eine gute Vorbereitung. So kannst du dem Vermieter gezielt Fragen stellen und dir noch ein besseres Bild von der Wohnung und der Wohnsituation machen. Mögliche Fragen sind z.B.:

  • Sind Haustiere erlaubt?
  • Ist Musizieren erlaubt?
  • Gibt es Parkplätze?
  • Ist ein Internetanschluss vorhanden?
  • Gibt es Möglichkeiten sein Fahrrad abzustellen?
  • Wie ist die Verkehrsanbindung?
  • Gibt es weitere Studenten im Haus?
  • Wie hoch sind die Nebenkosten?

Der Besichtigungstermin: Hinschauen lohnt sich

Du solltest den Besichtigungstermin vor allem nutzen, um dir ein wirklich gutes Bild von der Wohnung zu machen und einmal ganz genau hinzuschauen:

  • Fenster und Türen: Lassen sich die Fenster und Türen problemlos öffnen und schließen? Was sind das für Fenster (Doppelverglasung, Einfachverglasung, Kastenfenster)? Wie alt sind die Fenster? Wie sehen die Dichtungen aus? Spürst du Zugluft? Wird Lärm von draußen abgehalten? Öffne einfach die Fenster und mach dir selbst ein Bild von der Lärmsituation.
  • Installationen: Wie alt ist die Heizung? Wie wird geheizt (Öl, Gas, Fernwärme)? Wie beziehst du Warmwasser (Therme, Durchlauferhitzer, Boiler)? Wie alt sind die Installationen? Wie lang ist die letzte Wartung her?
  • Badezimmer: Wie sehen die Sanitäranlagen aus? Ruhig mal am Waschbecken rütteln und den Wasserhahn aufdrehen
  • Einrichtung: Ist die Wohnung eingerichtet? Müssen Möbel übernommen werden? Gibt es eine Einbauküche?
  • Ebenfalls wichtig: Ist es sehr dunkel in der Wohnung? Bekommst du alle deine Möbel unter? Sind irgendwo Schimmel- oder Wasserflecken zu sehen?

Diese Punkte sind nicht nur wichtig, damit du dich später wohlfühlst, sondern auch, um dich vor weiteren Kosten zu schützen. Fenster mit Einfachverglasung oder schlechten Dichtungen bedeuten zum Beispiel, dass du im Winter mehr heizen musst. Hierdurch steigen automatisch auch deine Ausgaben.

Mängel in der Wohnung möchte natürlich jeder Vermieter gern verstecken oder beschönigen – lass dich in diesem Fall nicht in die Irre führen. Du bekommst keine eindeutige Antwort auf eine deiner Fragen? Dann frag einfach weiter! Das ist dein gutes Recht.

Was sollte sonst noch beachtet werden?

Jeder Vermieter möchte wissen, ob sein zukünftiger Mieter auch pünktlich seine Miete bezahlen kann, daher ist es üblich, einen Einkommensnachweis zu fordern. Wer selbst keinen Verdienst hat, kann eine Bürgschaft der Eltern mitbringen. Außerdem werden oft Angaben über den Beruf oder über bestehende Mietschulden verlangt. Wer all diese Unterlagen schon beim Besichtigungstermin bei sich hat, macht einen zuverlässigen Eindruck. „Manchmal geben auch einfach gute Umgangsformen den Ausschlag“, sagt Thomas T., Makler in Wien . „Bei uns kam ein Student mal in völlig zerrissenen Jeans zum Besichtigungstermin. Der hatte zwar seine Eltern dabei. Trotzdem hat er die Wohnung nicht bekommen – da entscheidet auch beim Vermieter das Bauchgefühl.“