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Duales Studium in Österreich

Eine Studienform, die zunehmend beliebter wird: das duale Studium. Erfahre jetzt alles zu den dualen Studienmodellen, Vor- und Nachteilen eines dualen Studiums und welche Universitäten und Fachhochschulen ein duales Studium anbieten.

Auf der Suche nach dem richtigen Studium stolpern viele Studieninteressierte irgendwann einmal über den Begriff "duales Studium". Doch aus Mangel an Wissen, was hinter dieser Form des Studierens steckt, wird das duale Studium als geeignete Studienform oft nicht in Betracht gezogen. Dabei bietet dein duales Studium viele Vorteile und ist eine gute Alternative zum "normalen" Vollzeitstudium.

Im Gegensatz zu einem klassischen Studium kannst du in einem dualen Studium bis zu zwei Abschlüsse gleichzeitig erwerben: einen Berufsabschluss und einen akademischen Studienabschluss. Doch es gibt noch weitere duale Studienvarianten.

Ob ein duales Studium für dich in Frage kommt, musst du abwägen: Zwar verdienst du während deines Studiums schon eigenes Geld, doch ein klassisches Studentenleben wie deine Kommilitonen in ihren Vollzeit-Studiengängen wirst du nicht führen können. Hier ist der Zeitplan straff durchgetaktet und als Angestellter in einem Unternehmen hast du in etwa 30 Urlaubstage pro Jahr.

Es lohnt sich auf jeden Fall, wenn du dich einmal näher über das duale Studium in Österreich informierst! Denn es verbindet Theorie und Praxis wie wohl kein anderes Studienmodell und bereitet dich somit optimal auf das Arbeitsleben vor.

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Duales Studium: Alles, was du wissen musst!

13 Hochschulen, die ein Duales Studium in Österreich anbieten

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Was ist ein duales Studium?

Ein duales Studium ist die Verknüpfung zwischen praktischer Arbeit und Studium. Während des dualen Studiums absolvierst du Theoriephasen in Form eines Studiums in einer Hochschule oder Berufsakademie und Praxisphasen in Form einer Berufsausbildung oder eines Langzeitpraktikums in einem Unternehmen. Du verknüpfst Praxis und Theorie in etwa zu gleichen Teilen.

Am Ende deines Studiums erlangst du meist einen Bachelor-Abschluss. Es gibt aber auch vereinzelt duale Studienprogramme, die mit einem Master abschließen und sich an Bachelorabsolventen richten.

Je nach Studienmodell kannst du sogar einen doppelten Abschluss erwerben: eine anerkannte Berufsausbildung sowie den Studienabschluss Bachelor. Darüber hinaus verfügst du am Ende deines dualen Studiums über eine optimale Mischung aus theoretischem Wissen und praktischen Fähigkeiten.

Was unterscheidet ein duales Studium von einem normalen Studium?

Der wesentliche Unterschied zwischen dualem und normalem Studium ist die Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis. Während sich Vollzeitstudenten in einer rein theoretischen Ausbildung befinden (vom Praktikum abgesehen), lernen duale Studenten den Praxisalltag im Beruf schon während des Studiums kennen.

Gut zu wissen: Da du während des Studiums in ein Beschäftigungsverhältnis bei einem Unternehmen trittst, musst du dich entsprechend nicht nur an einer Hochschule, sondern auch bei deinem zukünftigen Arbeitgeber bewerben.

Praxis- und Theoriephasen im dualen Studium

Praxis- und Theoriephasen wechseln sich meist in regelmäßigen Abständen ab. Hier gibt es zwei verschiedene Varianten:

Die erste Variante besteht aus Blockphasen.

Hier bist du für einen Zeitraum von meist mehreren Wochen kontinuierlich im Betrieb und dann wiederum für den gleichen Zeitraum an deiner Hochschule.

 

Die zweite Möglichkeit ist das Wochenmodell.

Hier bist du beispielsweise drei Tage im Unternehmen und zwei Tage der Woche an deiner Hochschule bzw. Berufsakademie.

Anerkennung dualer Studiengänge

Der Abschluss eines dualen Studiengangs ist in der Wirtschaft voll anerkannt. In Österreich ist dieses Studienmodell noch im Aufbau, während es in Deutschland schon lange in beliebtes und gängiges Studienmodell ist. Bisher gibt es hierzulande nur wenige Hochschulen und Akademien, die die Möglichkeit für ein duales Studium bieten. Aber das Angebot wächst und einige Unternehmen kooperieren bereits mit deutschen Hochschulen und Berufsakademien, um österreichischen Studenten die Möglichkeit eines dualen Studiums bieten zu können.

Schaut man sich die Beliebtheit des dualen Studiums in Deutschland an, wird deutlich, wie viel Potenzial das praxisorientierte Studium birgt. Hier hat sich die Anzahl an Unternehmen, die dual ausbilden in den letzten Jahren verdoppelt. Inzwischen bieten dort nicht nur große Konzerne wie Daimler, Bosch oder VW duale Studiengänge an, sondern auch immer mehr kleine Betriebe. Auch dies spricht für eine hohe Anerkennung.

Weitere Infos zum Dualen Studium findest du auch auf Wegweiser-Duales-Studium.de!

Vorteil für die Unternehmen ist ganz klar, dass jeder Betrieb hochqualifizierte Fachkräfte mit akademischem Abschluss eigenständig ausbilden kann. Absolventen eines dualen Studiums bringen nicht nur spezialisierte Qualifikationen mit. Das duale Studienmodell fördert betriebswirtschaftliche Kompetenzen genauso wie Erfahrungen in der Projektarbeit sowie das nötige praktische Know-how des jeweiligen Fachbereichs.

Fünf befreundete Studierende gehen zusammen durch den Flur zu ihrer Lehrveranstaltung.

Welche verschiedenen dualen Studienformen gibt es?

Das duale Studium kann in drei Studienvarianten studiert werden:

Ausbildungsintegrierendes duales Studium

Das ausbildungsintegrierende duale Studium ist eine Kombination aus Ausbildung und Studium. Absolventen dieser Studienvariante verfügen sowohl über einen anerkannten Bachelor-Studienabschluss als auch über einen anerkannten Abschluss einer Berufsausbildung.

Praxisintegrierendes duales Studium

Das praxisintegrierende duale Studium ist eine Kombination aus Langzeitpraktikum und Studium. Studierende dieser Variante verfügen über hohes Praxiswissen und praktische Erfahrung genauso wie theoretisches Know-how. Allerdings schließt dieses Studienmodell nur mit einem Abschluss ab – dem anerkannten Bachelor.

Berufsbegleitendes Studium

Auch Berufstätige, die ihre Ausbildung bereits abgeschlossen haben und schon arbeiten, können ein Studium beginnen und dieses neben dem Beruf weiter ausüben. Diese Variation des dualen Studiums richtet sich weniger an Schulabsolventen, als an bereits langjährig Arbeitende.

Für weitere Infos informiere dich einfach auf unserem Ratgeberartikel zum berufsbegleitenden Studium!

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Finanzierung des dualen Studiums

Dual Studierende bekommen vom Unternehmen ein monatliches Gehalt. Die Höhe kann der jeweilige Betreib selbst entscheiden und im Ausbildungsvertrag festhalten. Aus diesem Grund kann das Einkommen dualer Studenten auch stark schwanken. Einige bekommen ca. 400 Euro pro Monat, andere über 1000 Euro.

Abhängig von der Höhe des Gehalts kannst du deine monatlichen Lebenshaltungskosten zum Teil selbst tragen und du bist je nachdem nicht einmal auf staatliche oder familiäre finanzielle Unterstützung angewiesen. Dennoch ist es nicht unüblich, dass dual Studierende eine finanzielle Unterstützung zusätzlich zum Gehalt benötigen.

Zusatzleistungen im Dualen Studium

Einige Unternehmen übernehmen die Studienkosten (Studiengebühren und ÖH-Beitrag) ihrer dualen Studenten. Andere übernehmen Kosten für Lehrmaterialien oder Bücher. Die Übernahme dieser Kosten entlastet natürlich das Konto der Studierenden zusätzlich.

Eine finanzielle Belastung kann im dualen Studium entstehen, wenn Unternehmen und Hochschule nicht im selben Bundesland liegen. In diesem Fall kommen zusätzliche Kosten für Anfahrt, Kost und Logis hinzu, die mit eingeplant werden müssen. Es ist nicht selbstverständlich, dass der Ausbildungsbetrieb diese Kosten übernimmt.

Auf der Suche nach dem richtigen dualen Studium solltest du dich grundsätzlich von dem Gedanken befreien, dass ein duales Studium der Schlüssel zum schnellen Geld ist. Im Vordergrund steht auch hier die Ausbildung und nicht das Einkommen – Qualität steht vor Quantität. Nach diesem Prinzip solltest du auch die Auswahl deines Ausbildungsbetriebs wählen. 

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Vorteile und Nachteile eines dualen Studiums

Ein duales Studium wird oft als eine gute Alternative zu einem „normalen“ Vollzeitstudium genannt. In Deutschland ist das Modell schon seit längerem etabliert und kann mehrere 10.000 Studierende verbuchen. Auch in Österreich gibt es derzeit Planungen, duale Studien einzuführen. Aber was sind eigentlich Vorteile und Nachteile des dualen Studiums?

Vorteile

  • Praxisnähe: Ein duales Studium zeichnet sich durch seine Praxisorientiertheit aus.
  • Monatliches Einkommen: Durch das regelmäßige monatliche Einkommen fällt die Finanzierung des Studiums leichter.
  • Doppelter Abschluss (Ausbildung und Studium): Nach dem Studium eines ausbildungsintegrierenden dualen Studiums hast du zwei Abschlüsse in der Tasche (Bachelor-Abschluss und abgeschlossene Berufsausbildung).
  • Schnelle Übernahme in eine Festanstellung: Viele duale Studenten werden nach Abschluss des Studiums direkt in eine Festanstellung in ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen. Auch für andere Unternehmen sind duale Studenten attraktive Bewerber für zu besetzende Stellen.
  • Gute Studienbedingungen: Das duale Studium findet an den meisten Hochschulen oder Berufsakademien in kleinen Gruppen in modern ausgestatteten Studienräumen statt.

Nachteile

  • Doppelte Arbeitsbelastung: Das duale Studium ist sehr arbeitsintensiv und die doppelte Belastung aus Studium und Beruf sollte nicht unterschätzt werden.
  • Keine Semesterferien: Duale Studenten haben keine Semesterferien, sondern nur die vom Betrieb gewährten Urlaubstage, die auch im Ausbildungsvertrag festgehalten werden. Durch diese Einschränkung fällt einiger Freiraum, beispielsweise für das Vorbereiten von Klausuren, weg.
  • Beschränkung auf ein Unternehmen: Viele Studenten eines normalen Studiums machen im Laufe ihres Studiums Praktika in verschiedenen Unternehmen. Diese Flexibilität gibt es im dualen Studium nicht und man ist beschränkt auf den Betrieb, in dem man seine Ausbildung absolviert. Hierdurch hat man leider keinen Einblick in verschiedene Unternehmen und Branchen.
  • Weniger wissenschaftlich als ein Vollzeitstudium: Der hohe Praxisbezug des dualen Studiums hat gleichzeitig zur Folge, dass das Studium weniger wissenschaftlich ist als das klassische Studium and der Universität. Schwierig wird es für jene Studenten, die sich entschließen, eine universitäre Laufbahn zu beginnen.

Wäge die Vor- und Nachteile ab

Bevor du dich ganz unbedarft für oder gegen ein duales Studium entscheidest, solltest du dich genau informieren und dann am besten eine Liste mit den Vor- und Nachteilen des dualen Studiums erstellen. Eine solche Liste kann dir zu Orientierung dienen und dir auch bei der Auswahl der Hochschule und des Arbeitgebers nützen. Die finale Entscheidung für oder gegen das duale Studium solltest du allerdings nicht davon anhängig machen, ob die Anzahl der Vor- oder Nachteile überwiegt, denn:

Ob ein duales Studium genau das richtige Studienmodell für dich ist oder nicht, ist letztendlich Typsache. Je nachdem, welcher Typ Student/in du bist (oder sein willst), kann sich ein vermeintlicher Nachteil des dualen Studium für dich auch zum Vorteil entpuppen. Du solltest dir daher unter anderem folgende Fragen stellen: Mag ich einen strukturierten und durchgetakteten Stundenplan oder erledige ich gerne alle Aufgaben zu meiner Zeit und auf eigene Verantwortung? Setze ich mich gerne mit wissenschaftlichen Fragestellungen auseinander oder lerne ich lieber anwendungsorientierte Inhalte?

Weitere Informationen über duale Studien liefern dir die Hochschulen, die ein duales Studium anbieten.

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