Berufsbegleitendes Studium

Du stehst schon mitten im Berufsleben, möchtest dich aber neben dem Job mit einem akademischen Studium weiterbilden? Dann ist ein berufsbegleitendes Studium das Richtige für dich. Ob als Fernstudium oder Präsenzstudium organisiert – hier findest du alle wichtigen Informationen zum Studium neben dem Beruf.

Mitarbeiter mit Expertenwissen sind heutzutage in jedem Unternehmen von großer Bedeutung: Egal in welcher Branche, Fachkräfte werden überall gesucht. Darum gewinnt das berufsbegleitende Studium auch immer stärker an Bedeutung. Für Berufstätige, die schon voll im Leben und auf eigenen Beinen stehen, ist ein berufsbegleitendes Studium die ideale Möglichkeit, sich neben dem Job zu spezialisieren, noch mal in eine bestimmte Richtung weiterzubilden und einen akademischen Bachelor- oder Masterabschluss zu erlangen.

Ein berufsbegleitendes Studium ist nicht nur für die persönliche Entwicklung und deinen eigenen Lebenslauf von Vorteil, sondern ermöglicht dir als Absolvent auch viele neue Karrieremöglichkeiten. Im Folgenden erfährst du alles über das berufsbegleitende Studium im Allgemeinen und wir liefern die viele Infos zum Fernstudium und berufsbegleitenden Präsenzstudium im Speziellen.

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Berufsbegleitendes Studium: Alles, was du wissen musst, auf einer Seite

Berufsbegleitendes Studium - was ist das?

Weiterbildung liegt voll im Trend! Spezielle Qualifikationen des Einzelnen werden mit der steigenden Veränderung der Märkte zunehmend wichtiger. Kaum jemand bleibt sein Leben lang in ein und demselben Job in nur einem Unternehmen. Damit ist Weiterbildung inzwischen schon zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Unsere Gesellschaft setzt nicht mehr nur auf eine Ausbildung oder ein Studium, um ins Berufsleben einzusteigen, sondern darüber hinaus auf lebenslanges Lernen. Eine Möglichkeit, sich parallel mit den steigenden Anforderungen des Arbeitsmarktes beruflich weiterzuentwickeln, ist eine Weiterbildung in Form eines berufsbegleitenden Studiums.

Wer den Wunsch nach beruflicher Veränderung verspürt, seiner Karriere neuen Antrieb verleihen möchte oder sich persönlich weiterentwickeln will, findet oft in einem berufsbegleitenden Studium die Lösung. Das Angebot berufsbegleitender Weiterbildungsmöglichkeiten wächst stetig und weist eine große Vielfalt auf: In nahezu allen Fachbereichen, ob nun wirtschaftlich, sozial oder kreativ, gibt es berufsbegleitende Studienmöglichkeiten.

Deine Optionen: Fernstudium oder Präsenzstudium

Die eine Möglichkeit berufsbegleitend zu studieren, ist ein Fernstudium, die andere ein Präsenzstudium, das beispielsweise als Abendstudium oder Wochenendstudium neben dem Beruf durchgeführt werden kann.

Gleicher Abschluss wie bei Vollzeitstudien

In Österreich werden mit Abschluss eines berufsbegleitenden Studiums, egal, ob als Fern- oder Präsenzstudium organisiert, an einer staatlichen Universität oder Fachhochschule sowie an Privatuniversitäten und privaten Fachhochulen dieselben akademischen Grade wie beim Vollzeitstudium verliehen. In einigen Fällen werden anerkannte akademische Grade auch an außeruniversitären Bildungseinrichtungen verliehen. Es gilt: Bachelor ist Bachelor und Master ist Master. Dabei ist es egal, in welcher Studienform der Abschluss erworben wurde, der Abschluss hat immer den gleichen Wert.

Angepasst an deine Bedürfnisse

Der Großteil der berufsbegleitenden Studiengänge in Österreich ist optimal an die Bedürfnisse der berufstätigen Studenten angepasst. Verpflichtende Präsenzveranstaltungen sind auf den Abend oder das Wochenende terminiert. Viele Unis und Fachhochschulen setzen sehr gerne verschiedene E-Learning Methoden ein. Hier kann es dann auch mal passieren, dass man für eine Lehrveranstaltung das Haus gar nicht verlassen muss, sondern via Webcam und Headset virtuell am Unterricht teilnehmen kann.

Bevor du dich entscheidest, ob ein berufsbegleitendes Studium für dich infrage kommt und wenn ja, welches, solltest du dich über die Vor- und Nachteile dieser Weiterbildung informieren. Ein berufsbegleitendes Studium ist nämlich alles andere als ein Spaziergang und die Belastung aus Job und Studium sollte keinesfalls unterschätzt werden.

Tipp

Fernstudieninteressenten sollten unbedingt auf Fernstudium.at vorbeischauen. Das Portal informiert umfassend über die verschiedenen Fernstudiengänge, die es gibt und listet gleich alle Hochschulen und Anbieter von Fernstudiengängen und Fernlehrgängen. Aber auch berufsbegleitende Präsenzstudiengänge werden hier aufgeführt.

Zu Fernstudium.at

Vorteile und Nachteile eines berufsbegleitenden Studiums

Vorteile

Das berufsbegleitende Studium bietet viele Vorteile. Ein wichtiger Punkt für alle, die bereits einige Jahre im Berufsleben stehen ist natürlich, dass sich durch das Aufgreifen eines Studiums keine Einschränkung des Lebensstils ergibt. Während Vollzeitstudenten höchstens einer Nebentätigkeit nachgehen, können berufsbegleitende Studenten ihren Beruf beibehalten und verdienen weiterhin ein normales Gehalt. In einigen Fällen sind Arbeitgeber sogar bereit, ihre Mitarbeiter finanziell zu unterstützen und übernehmen beispielsweise die Studiengebühren oder die Kosten für Literatur und Lehrmaterialien.

Weitere Vorteile des berufsbegleitenden Studiums sind die fachliche Weiterentwicklung und die direkte Anwendbarkeit des Gelernten im eigenen Beruf. Formuliert man das Thema seiner Abschlussarbeit so, dass es auch für den Arbeitgeber interessant ist, empfiehlt man sich direkt für eine neue Position oder eine Beförderung.

Das Fernstudium kann dadurch punkten, dass die Zeit zum Lernen hier frei einteilbar ist und keine verpflichtenden Veranstaltungen besucht werden müssen. Man ist also vollkommen unabhängig in der Gestaltung seiner Lernphasen. Natürlich sollte der Aufwand des Lernens nicht unterschätzt werden.

Künftige Arbeitgeber schätzen Absolventen eines berufsbegleitenden Studiums sehr. Diese bringen ein hohes Maß an Durchhaltevermögen und Einsatzbereitschaft sowie Disziplin und Eigeninitiative mit. Was für den Studenten während des Studiums zunächst nachteilig und als hohe Belastung empfunden wird, wirkt sich spätestens auf dem Arbeitsmarkt positiv aus. Des Weiteren sind berufsbegleitende Studenten ihrer Konkurrenz durch die Verknüpfung von Studium und Beruf auf dem Arbeitsmarkt einen Schritt voraus.

Nachteile

Das berufsbegleitende Studium hat natürlich nicht nur Vorteile. Einige Vorteile können sich nachträglich sogar als leichter Nachteil entpuppen. So verlangt die freie Einteilung der Lernzeit ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Eigeninitiative beim Lernen. Hinzu kommen Durchhaltevermögen und Belastbarkeit. Andersherum können Dinge, die während des Studiums noch als Nachteil empfunden wurden, später zum Vorteil werden.

Manche Studenten eines berufsbegleitenden Studiengangs scheitern an der Doppelbelastung aus Studium und Beruf. In der Zeit des Studiums kommen das Privatleben und die Freizeitgestaltung oft zu kurz. Denn neben der Arbeit muss die freie Zeit zum Lernen oder zum Besuch von Lehrveranstaltungen herhalten. Durch den geringen Besuch von Präsenzveranstaltungen fehlt im Fernstudium der Kontakt zu Kommilitonen und darüber hinaus der Austausch über das Studium, den Unterrichtsstoff und vielleicht auch über Tipps, wie man die Doppelbelastung meistern kann.

Einige Arbeitnehmer haben nicht das Glück, dass der Arbeitgeber die Weiterbildung begrüßt oder Verständnis für die hohe Belastung aufbringt und seinen Mitarbeiter unterstützt. In diesem Fall stößt man auf Unverständnis, was ein weiterer Nachteil sein kann.

Voraussetzungen

Wie kommt man an einen Studienplatz? Das hängt natürlich vom gewählten Studium bzw. Abschluss ab. 

Zugangsvoraussetzungen für das berufsbegleitende Bachelor-Studium

Als Voraussetzung für die Zulassung für einen berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang gilt zum einen die allgemeine Universitätsreife. Diese hat, wer die Reifeprüfung/Matura, eine Studienberechtigungsprüfung oder die Berufsreifeprüfung erfolgreich abgeschlossen hat.

Zum anderen besteht die Möglichkeit, auch ohne Universitätsreife zum berufsgeleitenden Studium zugelassen zu werden. Absolventen eines dualen Ausbildungssystems (Lehrabschluss), Absolventen von berufsbildenden mittleren Schulen und Personen mit spezifischen beruflichen Qualifikationen können mittels einer Zusatzprüfung ebenfalls zum Studium zugelassen werden.

Zugangsvoraussetzungen für das berufsbegleitende Master-Studium

Für einen berufsbegleitenden Master-Studiengang kann zugelassen werden, wer über einen entsprechenden Bachelor-Abschluss verfügt oder ein gleichwertiges Studium an einer anerkannten postsekundären Bildungseinrichtung erlangt hat.

Sowohl für die Zulassung zu einem berufsbegleitenden Bachelor- als auch Masterstudium gelten die Anforderungen der jeweiligen Hochschule oder Bildungseinrichtung. Du solltest dir vor der Bewerbung für ein berufsbegleitendes Studium die Zugangsvoraussetzungen der jeweiligen Hochschule genau anschauen um festzustellen, ob du für die Aufnahme eines Studiums die nötigen Bedingungen erfüllst.

Vorbereitung

Ein berufsbegleitendes Studium erfordert einen Einsatz von etwa 20 Stunden pro Woche. In dieser Zeit finden entweder Präsenzveranstaltungen statt oder du erarbeitest den Lehrstoff im Selbststudium zuhause.

Bevor du dich auf die Suche nach dem richtigen Studiengang machst, solltest du gut überlegen, ob dieser Zeitaufwand neben dem Beruf mit deinen Vorstellungen vom und deiner Bereitschaft zum Studieren übereinstimmt. Des Weiteren musst du klären, ob dein privates Umfeld und dein Arbeitgeber bereit sind, dein Vorhaben zu unterstützen.

Ein ebenfalls nicht unerheblicher Punkt ist deine Wohnsituation. Wohnst du nah genug zu einer Bildungseinrichtung, um den Weg zu den Präsenzveranstaltungen ohne Schwierigkeiten und hohen Zeitaufwand bewältigen zu können? Oder hast du die finanzielle und organisatorische Unterstützung, eine weitere Fahrt für Veranstaltungen oder Prüfungen auf dich nehmen zu können? Kommt für dich daher eher ein Abendstudium oder ein Fernstudium infrage?

Zudem hängt die Wahl des richtigen berufsbegleitenden Studiums stark von deinen persönlichen Anforderungen, Wünschen und Zielen ab.

Hier noch einmal ein Überblick über alle zu klärenden Punkte vor der Suche nach dem richtigen Studium:

  • Berufliche Situation: Unterstützt mich mein Arbeitgeber?
  • Familiäre Situation: Unterstützt mich meine Familie und mein/e Partner/in?
  • Aktuelle Wohnsituation: Wo liegt die nächste Hochschule mit passendem Studienangebot?
  • Private Situation: Wie viel Zeit bin ich bereit für das Studium zu investieren?
  • Welche Ziele erhoffe ich durch das berufsbegleitende Studium zu erreichen?
  • Möchte ich ein Abendstudium oder ein Fernstudium absolvieren?

Akkreditierung von berufsbegleitenden Studiengängen

Die Akkreditierung eines Studiengangs oder einer Hochschule ist das Gütesiegel dieser Ausbildungsmöglichkeit. Diese solltest du unbedingt mit in deine Wahl des richtigen berufsbegleitenden Studiums einbeziehen.

Bei einer Akkreditierung wird die Qualität der Studienangebote von unabhängigen, universitätsexternen Gremien nach bestimmten Kriterien geprüft. Erfüllt eine Hochschule die geforderten Kriterien, ist sie akkreditiert und wird mit einem bestimmten Gütesiegel ausgezeichnet. Da Weiterbildungsangebote an staatlichen Universitäten nicht akkreditierungspflichtig sind, kann jede Universität sich freiwillig für eine Akkreditierung melden. Die Akkreditierung gibt dir Aufschluss darüber, ob Studiengänge anerkannt sind oder nicht.

Berufsbegleitendes Studium an FH, Uni und postgradualen Bildungseinrichtungen

Es gibt viele verschiedene Hochschulformen und du kannst dein berufsbegleitendes Studium sowohl an Fachhochschulen, Universitäten oder postgradualen Bildungseinrichtungen absolvieren. Worin die Unterschiede liegen und was du dabei in Bezug auf ein berufsbegleitendes Studium beachten solltest, erfährst du hier:

Fachhochschule

Das berufsbegleitende Studium an Fachhochschulen punktet durch seinen hohen Praxisbezug, der vor allem durch Dozierende aus der Praxis gegeben ist. Dies ist für diejenigen Studenten, die sich mit rein theoretischen und abstrakten Inhalten schwertun, von Vorteil. Natürlich müssen auch hier viele Theorien erlernt werden, der Fokus liegt aber meistens auf anwendungsnahen Beispielen.

Das berufsbegleitende Studium an einer Fachhochschule ist außerdem stark strukturiert. Das erleichtert die persönliche Organisation und Planbarkeit des Studiums. Veranstaltungen finden meist an den Abenden oder in Blockveranstaltungen am Wochenende statt.

Einige FHs verlangen pro Semester einen Studienbeitrag von ca. 363 Euro. An privaten Fachhochschulen kann der Studienbeitrag deutlich höher ausfallen.

Universität

Offiziell gibt es, bis auf wenige Ausnahmen, an Universitäten keine berufsbegleitenden Studiengänge. Da aber viele Lehrveranstaltungen am Abend stattfinden oder in Blockveranstaltungen am Wochenende, ist es auch Berufstätigen möglich, ein Studium an einer Uni aufzunehmen.

Anders als an Fachhochschulen legen Universitäten ihren Schwerpunkt auf die theoretische, wissenschaftliche Ausbildung ihrer Studenten. Dafür ist ein Studium hier flexibler und der Stundenplan kann eigenständig erstellt werden.

Auch Universitäten können einen Semesterbeitrag von ca. 363 Euro erheben. In einigen Fällen können Berufstätige einen Antrag auf Erlass der Studiengebühren stellen.

Postgradualen Bildungseinrichtung

Postgraduale Studien wenden sich hauptsächlich an Interessenten, die bereits über einige Jahre Berufserfahrung verfügen. Sie schließen mit dem Master, MBA oder einem akademischen Expertentitel ab. Hauptsächlich zählen zu den postgradualen Studien MBA-Programme und Universitätslehrgänge.

Auch hier finden die Veranstaltungen entweder abends oder in Blockveranstaltungen statt. Bei einigen MBA-Programmen kann zusätzlich eine verpflichtende Praxisphase im Ausland hinzukommen.

Die Preise für ein postgraduales Studium variieren stark und hängen vom Anbieter ab. Grundsätzlich ist aber mit weitaus höheren Kosten zu rechnen als für ein berufsbegleitendes Studium an der Fachhochschule oder Universität.

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