Studium abbrechen – Was du zum Studienabbruch wissen solltest

Ein Studienabbruch ist nur in den seltensten Fällen zu empfehlen. Wir von studieren.at haben Studierende zu diesem Thema befragt. In diesem Artikel lassen wir sowohl Leute zu Wort kommen, die ihr Studium abgebrochen haben, als auch solche, die es nicht getan haben. Und wir informieren dich, was du bei einem endgültigen Studienabbruch beachten solltest.

Gründe für den Studienabbruch

Es gibt viele Gründe, weshalb Studierende über einen Studienabbruch nachdenken. Dazu gehören zum Beispiel:

Prozente der Abbruchgründe

Überforderung mit dem Lernstoff, andere Erwartungen, persönliche Umstände, eine Verlagerung der Interessen... Das sind alles berechtigte Gründe für einen Studienabbruch und heutzutage ist es kein Weltuntergang mehr, sein Studium abzubrechen. Das machen jedes Jahr ca. 21 % aller Studierenden.

Bei welchem Studiengang halten die wenigsten Studenten bis zum Ende durch und brechen vorzeitig ab?

In der folgenden Statistik kannst du zusätzlich zum Abbruchgrund erfahren, aus welcher Fächergruppe die Studierenden stammen:

Statistik Studienabbruch von Studenten

Um ein Studium abzubrechen, liegen häufig mehrere Gründe vor, wie du auch der Statistik entnehmen kannst. Ein triftiger Grund ist die Überforderung im Studium. Tatsächlich gelten einige Studien als besonders anspruchsvoll. So manch ein Studieninteressent mag sich wohl fragen, welches das schwerste Studium in Österreich ist? Die Antwort ist recht individuell, doch gehen wir nach dem Grund der Überforderung (siehe Statistik), dann belegt Medizin deutlich den ersten Platz, gefolgt von Jus, Technikstudien und Pädagogik.

In vielen Situationen gibt es Möglichkeiten, etwas an der Lage zu ändern und das Studium doch erfolgreich zu Ende zu bringen. Wir haben uns mit ehemaligen Studierenden getroffen und sie zu ihrer Entscheidung, das Studium abzubrechen, befragt. Und wir haben Studierende getroffen, die eine Krise überwunden und ihr Studium nicht aufgegeben haben. 

Die Entscheidung ist sicherlich nicht leicht, aber schwierige Entscheidungen gibt es mehrere im Leben. Und man muss sie treffen und nicht weiter hinauszögern. Lass dich von den entsprechenden Anlaufstellen beraten, sprich mit Eltern und Freunden und dann triff eine Entscheidung.

Abbrechen oder nicht? 
Pros und Contras

Pro Studienabbruch – Wenn Studieren keinen Sinn oder Spaß macht

Soll ich mein Studium wirklich abbrechen? Diese Frage mag viele quälen und führt im schlimmsten Fall lange zu keinem Ergebnis.
Jakob, Christina und Birgit haben eins gemeinsam – sie haben nach langen Überlegungen ihr Studium beendet und sich neu orientiert. Die Gründe für die Unzufriedenheit mit ihren Studien waren dabei ganz unterschiedlich. Nach vielen Semestern mit Bauchschmerzen und voller Gedanken haben sie sich entschieden, einen Weg zu gehen, den sie zuerst als Versagen angesehen haben. Aber so war es dann doch nicht.

Pro Studienabbruch: Wenn die Inhalte nicht den Interessen entsprechen

"Ich habe eigentlich recht schnell gemerkt, dass ich mir das falsche Studium ausgesucht habe", berichtet Jakob, "Das hat nicht mal ein Semester gedauert." Die Orientierungswoche und die ersten Vorlesungen waren noch aufregend und auch interessant, aber schon nach wenigen Wochen war die Neugier verflogen. "Ich habe Rechtswissenschaften als Studium gewählt, weil ich mich eigentlich immer für Gerechtigkeit eingesetzt habe und dachte, als Jurist könnte ich selber etwas ändern. Außerdem haben mich die Karriere- und Gehaltschancen gereizt. Als ich dann aber im ersten Semester die verschiedenen Seminare besucht habe, uns beigebracht wurde, wie man juristisch korrekt ein Gutachten schreibt, da habe ich gemerkt, dass dieses Fach die falsche Wahl war", berichtet er rückblickend.

Trotzdem hat sich Jakob noch mehrere Semester durch sein Studium geschleppt. Aufgeben wollte er nicht, denn einen Studienabbruch hat er als persönliches Scheitern empfunden. "Irgendwann kommt bestimmt der Spaß an den Studieninhalten", hat er sich immer eingeredet. Dazu kam es aber nicht und nach vier Semestern voller Stress, Unzufriedenheit und Bauchschmerzen hat er endlich den Schritt gewagt und sein Studium abgebrochen.

Pro Studienabbruch: Wenn man einfach kein Student ist

Die Entscheidung, ein Studium zu beginnen, wurde Birgit teilweise von ihren Eltern aufgedrängt. Ein anderer Grund war die Sehnsucht nach etwas Neuem und Aufregendem. "Ich bin in einem kleinen Ort in einem Ski- und Erholungsgebiet aufgewachsen. Größere Städte waren weit entfernt und dementsprechend selten habe ich Großstadtluft geschnuppert", sagt Birgit.

Ihre Eltern führen ein kleines Hotel und wollten, dass ihre Tochter auch mal rauskommt aus den Bergen und in der Stadt "etwas richtiges studiert". Birgit hat sich dann für BWL eingeschrieben, "weil man damit so viel machen kann". Allerdings hat sie sich in der Stadt nie wohl gefühlt, ihre Freunde und die Ruhe der Berge vermisst. "Ich musste einfach feststellen, dass ich kein Typ für die große Stadt und die große Karriere bin. Das Studium war mir viel zu theoretisch, die Stadt zu eng und mit vielen Studienkollegen bin ich nicht zurechtgekommen. Aber ich wollte nicht aufgeben und habe mir eingeredet, dass sich die Probleme mit der Zeit schon legen werden. Sie wurden aber leider immer schlimmer, ich habe Tag und Nacht nur über den Studienabbruch nachgedacht und Depressionen bekommen."

Zum Schluss ist Birgit sogar in psychotherapeutischer Behandlung. Hier erhält sie die Hilfe und den Mut, sich und ihren Eltern einzugestehen, dass sie eben nicht für ein Studium geeignet ist. "Das Studium abbrechen und zurück in meine geliebte Bergwelt, das war der richtige Entschluss."

Pro Studienabbruch: Wenn man sich etwas anderes vorgestellt hat

Ein anderes Beispiel liefert Christina. Sie hatte sich unter dem Studium etwas ganz anderes vorgestellt. "Ich muss gestehen, dass ich mich vor dem Studienbeginn nicht sehr ausführlich mit den Studieninhalten auseinandergesetzt habe. ‚Medien- und Kommunikationswissenschaften‘, das klang für mich nach Fernsehen, Zeitung und Radio. Artikel schreiben, Fernsehbeiträge drehen und schneiden, das hatte ich mir vorgestellt. Das Studium behandelt aber unter anderem Themen wie Sozial- und Medienforschung, Medienpädagogik oder auch gesellschaftliche Wissenschaften."

Nicht alle Vorlesungen waren für Christine uninteressant, aber auch mit den Berufsmöglichkeiten konnte sie sich nicht anfreunden und so entschied sie nach langen Gesprächen mit ihren Eltern und der Psychologischen Studentenberatung, ihr Studium abzubrechen.

Fazit: Studium abbrechen – das ist kein Weltuntergang

Rückwirkend empfanden unsere drei Beispielpersonen den Studienabbruch als richtige Entscheidung. Sie hätten ihn nur früher durchziehen sollen, um nicht so viel Zeit zu verlieren. Auch wichtig: "Sich frühzeitig nach den richtigen Alternativen umschauen", rät Jakob. "Als ich den Entschluss gefasst hatte, dass ich mein Studium abbrechen möchte, habe ich gleichzeitig angefangen, mich nach anderen Studien umzuschauen, die besser zu mir passen." Dazu hat er unterschiedliche Karrieremessen besucht und auch die Beratung verschiedener Hilfsstellen in Anspruch genommen.

Mittlerweile studiert Jakob sehr zufrieden Politikwissenschaften. Auch damit kann man etwas verändern. Christina hat sich ein anderes Medienstudium gesucht und Birgit macht eine Ausbildung im Hotel ihrer Eltern.

Contra Studienabbruch – Nicht alles ist unlösbar

Ein Kind und ein Konto, das tief im Minus steckte – das wären für Johanna und Christoph fast die Gründe gewesen, ihre Studienzeit an den Nagel zu hängen. Sie haben sich aber nicht ihrem Schicksal ergeben, sondern aktiv Hilfe gesucht und eine Lösung gefunden.

Contra Studienabbruch: Wenn man das Problem lösen kann

"Es hat mich zwar ein Semester Zeit und viel Aufwand gekostet, aber das war es auf jeden Fall wert", sagt Christoph rückblickend über die Phase, in der er sein Studium abbrechen wollte. Grund waren finanzielle Probleme, in die er unverschuldet gerutscht ist. Erst hatte er sich im Skiurlaub das Bein gebrochen und dafür schon erhebliche Kosten aus eigener Tasche aufbringen müssen. Und dann löste sich seine WG auf und er fand kein neues WG-Zimmer, sondern musste in eine kleine Wohnung ziehen.

"Mein sowieso schon tiefrotes Konto und dann auch noch die höheren Mietkosten waren für mich untragbar. Ich konnte mit diesem Schuldenberg nicht leben. Die Gelder, die reinkamen, waren innerhalb weniger Tage schon wieder weg und den Rest des Monats habe ich weitere Schulden produziert. Ich musste ja schließlich auch Essen und Trinken", berichtet er. Irgendwann sah er nur noch den Ausweg, das Studium abzubrechen und arbeiten zu gehen, um Geld zu verdienen. "Zum Glück habe ich mich aber vorher bei der Österreichischen Hochschülerschaft beraten lassen. Dort wurden mir verschiedene Möglichkeiten aufgezählt, wie ich finanzielle Unterstützung bekommen könnte, unter anderem aus dem Sozialfonds der ÖH. Das hat mir mein Studium gerettet".

Christoph erhielt einen Zuschuss zu den Mietkosten und eine einmalige Zahlung, mit der er sein Konto so ausgleichen konnte, dass die Zinsen nicht mehr alles weggefressen haben. Jetzt konnte er sich wieder auf sein Studium konzentrieren.

Contra Studienabbruch: Wenn man sich anders organisieren kann

Für Johanna war Max der Grund, warum sie fast ihr Studium abgebrochen hat. Mitten im Studium wurde sie schwanger, im vorletzten Semester kam ihr Kind dann zur Welt. "Natürlich war ich unfassbar glücklich über mein Baby, aber zugleich machte ich mir auch Sorgen, wie ich mein Studium nun zu Ende führen sollte. So ein Kind kann man ja nicht einfach für den halben Tag ausschalten und in der Zeit studieren gehen."

Zunächst sah Johanna keinen anderen Ausweg und wollte ihr Studium abbrechen. Lieber erstmal in Ruhe für das Kind da sein, einen Job hätte sie später schon irgendwie bekommen, da war sie sich sicher. Oder gibt es doch einen Weg, Kind und Studium zu verbinden? "Ich habe mich bei vielen Institutionen beraten lassen, bin mit Baby im Arm vom Büro der Österreichischen Hochschülerschaft zur Psychologischen Studentenberatung und wieder zurück gegangen, habe Telefonate mit der Studienbeihilfenbehörde geführt und mit meinen Eltern zusammen einen Plan erstellt, wie das doch klappt mit Kind und dem erfolgreichen Studienabschluss."

Ohne die Unterstützung ihrer Eltern hätte es nicht geklappt, das weiß Johanna. Ihre Mutter ist jede Woche für zwei Tage zu ihr in die kleine Studentenwohnung gezogen und hat auf Max aufgepasst. "Aber auch die offiziellen Beratungsstellen waren sehr hilfreich. Man kann nur jedem Studenten in Not raten, dort hinzugehen."

Fazit: Es gibt oft Lösungsmöglichkeiten

Christoph und Johanna haben sich gegen den Studienabbruch entschieden, weil sie aktiv waren und gehandelt haben. Hätte sich Christoph seinem Schuldenschicksal ergeben und Johanna ihr Leben nur noch auf Max ausgerichtet, wären beiden in der Zukunft interessante persönliche und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten entgangen, weil sie keinen Studienabschluss haben. "Wer sich nicht hängen lässt, sondern sich aufrafft und gegen sein Problem ankämpft, der wird doppelt gestärkt aus der Krise hervorgehen", ist sich Christoph sicher.

FAQ: Was es beim Beenden des Studiums zu beachten gibt

Was aber, wenn wirklich alle Stricke reißen? Dann ist es eben so und es ist kein Drama. Nachfolgend möchten wir dir wichtige Fragen beantworten, die du beim Abbruch deines Studiums wissen solltest. Es stellt sich zum Beispiel die Frage, ob die Studienbeihilfe bei Abbruch zurückgezahlt werden muss? Oder was mit der Krankenversicherung passiert? Ist man für den Arbeitsmarkt verloren, wenn man sein Studium abbricht und bei welchen Beratungsstellen kann man sich Hilfe holen? Hier sind die Antworten.

  • Soll ich das Studium wirklich abbrechen?

    Jeder Student hat im Laufe seines Studiums Zweifel, ob er weitermachen soll, ob er das richtige Studienfach gewählt hat oder doch abbrechen soll. Befindest du dich auch in dieser Situation, solltest du keine vorschnellen Entscheidungen treffen, die du später vielleicht bereust. Ein Studienabbruch sollte wohlüberlegt sein und du solltest zumindest eine grobe Idee für einen Plan B in der Hinterhand haben. Vielleicht helfen dir unsere Beispiel-Studenten, die von einem Studienabbruch bzw. der Überwindung der Krise berichten.

    Die endgültige Entscheidung über einen Studienabbruch kannst nur du allein treffen. Jedoch ist ein Gespräch mit der psychosozialen Beratungsstelle deiner Uni oder ein Termin bei der Studienberatung durchaus sinnvoll. Dort kannst du in einem Gespräch deine Zweifel schildern und ergründen, ob das Studium wirklich eine schlechte Entscheidung für dich war, ob du einfach nur das Falsche studierst oder gerade einfach in einer Lebens- und Sinnkrise steckst. Ein Gespräch kann als Augenöffner dienen und durchaus helfen, anschließend die richtige Entscheidung zu treffen.

  • Gibt es Beratungsstellen für Studienabbrecher?

    Studienabbrechern oder solchen, die mit dem Gedanken spielen, das Studium abzubrechen, ist eine Beratung zu empfehlen, um sich über Alternativen zu informieren. Neben psychosozialen Beratungsstellen und der Studienberatung an Universitäten und Fachhochschulen stehen dir auch Bildungsberatungen zur Verfügung. Letztere sind unabhängiger und können dich weit über das Studium hinaus informieren. Bildungsberatungen geben Studienabbrechern Informationen über alle ausstehenden Möglichkeiten nach einem Studienabbruch. Vom Eintritt ins Berufsleben, über den Beginn einer Ausbildung bis hin zu Fortbildungsmaßnahmen bieten diese Beratungsstellen ein umfassendes Repertoire an Möglichkeiten für den weiteren Werdegang.

    Anlaufstellen findest du unter anderem hier:

  • Muss ich meine Studienbeihilfe zurückzahlen?

    Bei Abbruch des Studiums musst du, sofern du Studienbeihilfe bekommst, die Studienbeihilfebehörde schnellstmöglich informieren. Diese entscheidet dann, ob und in welchem Maße du die bisher ausgezahlte Studienbeihilfe zurückzahlen musst.

    Studienabbrecher, die nach ihrem Abbruch nicht die geforderten Studiennachweise erbringen können, müssen den gesamten Betrag der im ersten Semester bezogenen Studienbeihilfe zurückzahlen. In einigen Fällen müssen auch nur Teile der erhaltenen Summe zurückgezahlt werden.

    Sicherheitshalber kannst du dich auch schon vorab informieren und bei dem zuständigen Berater erfragen, welche Kosten möglicherweise auf dich zukommen.

  • Was passiert mit meiner Krankenversicherung?

    In Österreich gilt bis zum 27. Lebensjahr die Mitversicherung. Dies bedeutet, dass du bis zu deinem 27. Lebensjahr bei deinen Eltern oder Großeltern mitversichert bist. Auch, wenn du dein Studium abbrichst, bleibt dieser Versicherungsschutz bestehen. Voraussetzung ist allerdings, dass du nicht mehr als 438,05 im Monat verdienst (Geringfügigkeitsgrenze 2018). Verdienst du mehr, meldet dich dein Arbeitgeber automatisch bei der Gebietskrankenkasse an.

    Solltest du bei deinem Studienabbruch schon über 27 Jahre alt sein und einen Studententarif der Krankenversicherung in Anspruch nehmen, musst du dich in diesem Fall selbst versichern. Allerdings kommen hier schnell Kosten in Höhe von über 400 Euro auf dich zu.

    Eine weitere Möglichkeit ist eine Krankernversicherung für Geringverdiener (nicht mehr als 438,05 Euro im Monat). Solltest du schon einen Job für die Zeit nach dem Studium haben, auch wenn es nur ein Neben- oder Minijob ist, kannst du dieses Angebot der Krankenkassen in Anspruch nehmen – Kostenpunkt etwa 60 Euro pro Monat.

  • Sind meine Eltern verpflichtet, mir Unterhalt zu zahlen?

    Jein. Generell sind Eltern verpflichtet – sofern sie in der finanziellen Lage sind – ihren Kindern Unterhalt zu zahlen, solange diese noch in der Ausbildung sind und nicht für sich selbst sorgen können. Brichst du dein Studium ab, bist du also prinzipiell noch finanziell von deinen Eltern abhängig.

    Allerdings bleibt dieser Zustand nicht ewig bestehen. Deine Eltern sind davor geschützt, dass du den Zeitraum der Unterhaltspflicht künstlich in die Länge ziehst. Du bist also verpflichtet, dir eine Ausbildungsstelle oder einen Job zu suchen. Auch wenn du deine Ausbildung abschließt, hast du nicht ewig Anspruch auf Unterhalt seitens deiner Eltern.

    Das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend begründet dies wie folgt:

    "Nach Abschluss einer Berufsausbildung ist ein Jugendlicher grundsätzlich selbsterhaltungsfähig. Es muss ihm jedoch eine angemessene Zeit eingeräumt werden, um einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden. Der Jugendliche verliert seinen Unterhaltsanspruch, wenn er die Aufnahme einer zumutbaren Erwerbstätigkeit unterlässt."

  • Wie reagieren Arbeitgeber auf einen Studienabbruch?

    Einheitliche Reaktionen gibt es nicht. Aber: Dein Lebenslauf ist eine Sache der Auslegung. Kannst du deinen Studienabbruch vernünftig begründen, stellt dieser "Makel" in deinem Lebenslauf mit Sicherheit kein Problem dar. Im Gegenteil: Arbeitgeber können dein Studium, auch wenn es vorzeitig abgebrochen wurde, durchaus positiv werten. Zu einem Abbruch gehört schließlich immer Mut und den hast du bewiesen. Außerdem zeigst du den Willen, einen neuen Lebensweg einzuschlagen.

    Schwierig wird es, wenn du keine glaubwürdige Begründung parat hast, die deinem künftigen Arbeitgeber plausibel erklärt, warum du dich für den Abbruch des Studiums entschieden hast. Argumente wie "fehlende Motivation", "keine Lust" oder "zu anstrengend" solltest du vermeiden. Hierdurch wirkst du wenig belastbar und im schlimmsten Fall sogar faul – und so einen Angestellten möchten die wenigsten einstellen. Am besten du spielst die Situation mit einem Freund oder einer Freundin vorab einmal durch und legst dir ein paar Argumente zurecht, um während des tatsächlichen Gesprächs nicht ins Schleudern zu geraten.

  • Kann ich auch ohne Studium Karriere machen?

    Ein Studienabschluss ist kein Garant für eine steile Karriere. Umgekehrt bedeutet ein fehlender Studienabschluss nicht, dass ein erfolgreiches Berufsleben ausgeschlossen ist. Wie dein Werdegang verläuft, liegt letztlich in deiner Hand. Aber es gibt genug prominente Beispiele, die beweisen, dass ein Studienabbruch noch lange nicht das Karriere-Aus bedeutet. Hier als Beispiel einige prominente Namen, die ihr mit Sicherheit kennt und die ihr Studium abgebrochen haben.

    Werner Faymann, österreichischer Bundeskanzler: Hat vier Semester Jura in Wien studiert und sich dann der Politik verschrieben. Seinen Abschluss hat er nicht gemacht.

    Gwyneth Paltrow, Schauspielerin: Versuchte sich ein Jahr lang im Studium der Kunstgeschichte, kehrte dann aber doch wieder zur Schauspielerei zurück.

    Mark Zuckerberg, Facebook-Erfinder: Statt zu studieren, hat er lieber programmiert. Mit Mitte 20 war er bereits Milliardär und hat seinen Uni-Abschluss bisher nicht gemacht.

    Brad Pitt, Schauspieler: Hat zwei Jahre Journalismus und Werbung in Missouri studiert und sich dann, sehr erfolgreich, Hollywood gewidmet.

    Steve Jobs († 2011), Apple-Gründer: Hatte wenig Lust, sich seinem Studium zu widmen und in der Zeit lieber seine eigene Firma gegründet.

    Bill Gates, Microsoft-Gründer: Mit 19 schmiss er sein Mathematik-Studium und gründete Microsoft. 2007 Jahre später verlieh Harvard ihm trotz fehlenden Abschlusses ein Ehrendiplom.

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