Bewerbung schreiben: Tipps & Infos

Du hast eine tolle Stellenausschreibung entdeckt? Jetzt geht es darum, dich dem Unternehmen mit deiner Bewerbung vorzustellen und die Personaler so neugierig auf dich zu machen, dass sie dich zu einem Vorstellungsgespräch einladen.

Wenn das mit dem Bewerbungen schreiben nur so einfach wäre... Bewerbungen treiben Jobsuchende regelmäßig an den Rand der Verzweiflung, denn schließlich hängt von diesen Seiten einiges ab. Was interessiert Personalverantwortliche wirklich? Was sollte der Bewerber auf jeden Fall vermeiden? Und was darf man auf keinen Fall vergessen?

Tipps und Tricks zur perfekten Bewerbung

Wir helfen dir! Auf den nächsten Seiten geben wir dir Tipps rund um die perfekte Bewerbung. Wir sagen dir, was alles in eine Bewerbungsmappe gehört und zeigen dir anhand von Beispielen, wie Lebenslauf und Anschreiben aufgebaut sein sollten.

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Die Themen im Detail:

Noch mehr: Die Bewerbungsmappe und die Initiativ- und Guerillabewerbung unter der Lupe

Die Bewerbungsmappe – Das gehört rein

Eine postalische Bewerbung ist heute selten, viel häufiger werden E-Mail-Bewerbungen verlangt. Manchmal wird jedoch noch ausdrücklich die klassische Bewerbungsmappe verlangt. 

Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse – das sind die "Grundzutaten" für eine vollständige Bewerbungsmappe. Doch es gibt darüber hinaus einiges zu beachten. Hier die besten Tipps für eine gute Bewerbungsmappe.

Allgemeines:

  • Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse gehören in jede Bewerbungsmappe. Eine Ausnahme gibt es nur bei der Kurzbewerbung. Diese beschränkt sich auf Anschreiben und Lebenslauf. Zeugnisse und weitere Bescheinigungen sind bei der Kurzbewerbung unerwünscht.
  • Auf Sauberkeit achten: Kaffeeflecken und Eselsohren haben in der Bewerbungsmappe nichts verloren.
  • Wert auf Hochwertigkeit legen: Bewerbungsmappe und Papier sollten nicht billigste Qualität sein. Wähle ein dickeres Papier (beispielsweise 90-100g/m²) und achte auf eine gute und seriöse Mappe.
  • Individualität bei der Gestaltung der Bewerbung und Wahl der Mappe wird geschätzt. Allerdings sollte man nicht um jeden Preis auffallen wollen.
  • Zum Versand der Mappe sollte ein stabiler Umschlag gewählt werden, in dem die Bewerbungsunterlagen unversehrt ihr Ziel erreichen.

Aufbau:

  • Lebenslauf und alle Anlagen werden in die Bewerbungsmappe geheftet, das Anschreiben liegt oben auf.
  • Die Anlagen sollten in chronologischer Reihenfolge wie im Lebenslauf aufgeführt eingeheftet werden.
  • Zur besseren Übersicht kann ein Inhaltsverzeichnis der Anlagen erstellt oder Trennblätter eingefügt werden.

Viele Unternehmen verzichten auf das Übersenden einer Bewerbungsmappe und wünschen eine Bewerbung via E-Mail oder eine Online-Bewerbung über ein eigenes Bewerber-Portal. Gerade größere Unternehmen haben solche Portale auf ihren Webseiten eingebaut. Vielfach wird sogar in der Stellenausschreibung darauf hingewiesen, dass nur Online-Bewerbungen im Auswahlverfahren berücksichtigt werden können. Also genau hinsehen!

Initiativbewerbung – Infos und Tipps

Statt nur auf ausgeschriebene Stellenanzeigen zu antworten und zu warten, bis wieder ein neues Jobangebot online ist, kannst du dich auch einfach so beim Unternehmen bewerben – ohne dass eine konkrete Stelle ausgeschrieben ist.

Das Engagement, das mit einer Initiativbewerbung verbunden ist, ist bei Unternehmen hoch angesehen. Das hat unter anderem folgende Gründe: Wer dynamisch und voller Elan auf Jobsuche geht, zeigt sich im Umkehrschluss auch bei der Arbeit engagiert und motiviert, neue Wege zu gehen und offen gegenüber Neuem zu sein. Gleichzeitig macht eine Initiativbewerbung deutlich, dass man das Unternehmen als Arbeitgeber schätzt. Eine Initiativbewerbung kann direkt die ersten Pluspunkte bei potenziellen Arbeitgebern einbringen. 

Natürlich musst du damit rechnen, dass man dir nicht direkt eine Stelle anbietet, weil eben einfach gerade keine frei ist. Ist deine Bewerbung aber gut, stehen die Chancen nicht schlecht, dass deine Bewerbung vor der nächsten Ausschreibung berücksichtigt wird.

Tipps für die Initiativbewerbung

Doch auch bei der Initiativbewerbung sollten ein paar Regeln befolgt werden und nicht einfach so drauf los beworben werden:

Zielgerichtete Suche!

Wo will ich hin? Welchen Job suche ich und welches Unternehmen passt zu mir und zum Job? Fragen über Fragen. Doch diese sind nützlich und sinnvoll um aus der Vielzahl von Unternehmen die herauszusuchen, die auch genau für dich infrage kommen.

Informier dich!

Hast du ein passendes Unternehmen gefunden, dann informier dich genau über dieses. Schau dir die Unternehmenswebseite an. Du solltest mit dem Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, vertraut sein. Dies trifft übrigens auch bei allen anderen Bewerbungen zu!

Zusätzlich zur Webseite des Unternehmens ist es überaus hilfreich, Pressemitteilungen zu lesen und auch Kommentare und Bewertungen aus Blogs und Foren hinzuzuziehen. Allen Informationen aus dem Netz gegenüber solltest du kritisch und objektiv bleiben.

Persönlichen Kontakt herstellen!

Bevor du deine Initiativbewerbung an die Personalabteilung oder den Betrieb mit „Sehr geehrte Damen und Herren…“ richtest, ruf das Unternehmen an und stell persönlichen Kontakt her. Hier kannst du einen ersten Eindruck hinterlassen, dein Anliegen vortragen und den persönlichen Ansprechpartner erfragen. Wichtig ist auch, zu fragen, auf welchem Weg die Bewerbung verschickt werden soll und welche Unterlagen gefordert sind. Reichen Anschreiben und Lebenslauf oder möchte das Unternehmen schon einen Blick auf deine Zeugnisse werfen?

Bevor du diesen Anruf tätigst, mach dir Notizen mit den wichtigsten Punkten des Gesprächs. Fasse dich möglichst kurz aber präzise. Ein freundliches und höfliches Auftreten sollte selbstverständlich sein.

Im Anschreiben auf den Punkt kommen

Schreibe nicht drum herum, werde auch im Anschreiben möglichst konkret und komm schnell auf den Punkt:

Für welchen Job bewirbst du dich?
Nenne ganz konkret, welche Art von Job du dir vorstellst, zum Beispiel in welchem Unternehmensbereich du mitarbeiten willst.

Was hast du zu bieten?
Nenne die Qualifikationen, die du mitbringst. 

Sei direkt!
Verzichte auf ausschmückende Formulierungen und sag ganz direkt, was du willst.

Nicht übertreiben!
Formulierungen wie „Ihr Unternehmen ist mir als das allerbeste bekannt…“ solltest du vermeiden. Du würdest dich schließlich nicht bewerben, wenn das Unternehmen dir nicht zusagt. Zudem sind Formulierungen dieser Art überholt.

Fass dich kurz!
Das Anschreiben sollte nie länger als eine Seite sein. Ausführliche Fragen werden im Vorstellungsgespräch beantwortet. Informationen zu deinem Werdegang und persönliche Angaben finden im Lebenslauf Platz.

Guerilla-Bewerbung: Ein Spielplatz für kreative Köpfe

Schwarze, seriöse Bewerbungsmappe, weißes Papier, brauner Umschlag oder die ewig gleichen Mail-Formulierungen – Personalverantwortliche bekommen täglich Bewerbungen, die genau alle gleich aussehen und gleich klingen. Besonders ins Auge fällt hier keine Bewerbung. Es wird also Zeit für mehr Mut – oder vielleicht doch nicht?!

Wenn der Lebenslauf auf Klopapier geschrieben wird und statt der Bewerbungsmappe ein Pizzakarton herhalten muss, hat sich der Bewerber mit den Grundzügen der Guerilla-Bewerbung vertraut gemacht. Guerilla-Bewerbungen sollen Farbe ins Grau der Bewerbungsvorschriften bringen – dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Doch nicht immer sind die Adressaten genauso begeistert von dem, was da vor ihnen liegt, wie der Absender: Die Guerilla-Bewerbung birgt einige Tücken.

Was ist eine Guerilla-Bewerbung?

Ursprünglich kommt der Guerilla Begriff aus dem Marketing, wo man versucht, mit möglichst geringem Einsatz und außergewöhnlichen Methoden eine möglichst große Wirkung zu erzielen. Guerilla-Bewerbungen knüpfen hier an und wollen im Prinzip das Gleiche: sich von der Masse abheben.

Was halten Personaler von Guerilla-Bewerbungen?

Die Reaktionen auf Guerilla-Bewerbungen sind unterschiedlich. Einige Personaler finden den Mut und die Individualität des Bewerbers spannend und kreativ, was sich schnell in einer Einladung zum Vorstellungsgespräch niederschlagen kann.

Andere Personalverantwortliche verstehen den Hype um die Guerilla-Bewerbung nicht und haben ebenso wenig Verständnis wie Begeisterung für diese Art der Bewerbung. Wer hier besonders kreativ sein wollte, muss im Umkehrschluss leider oft mit einer Absage rechnen.

Besonders unbeliebt sind die bösen Überraschungen, die gern in Umschlägen und Bewerbungspaketen lauern. Vergammeltes Essen, ganze Heuballen, viel Sauerei – was als kreativer Gedanke startete, wurde in vielen Fällen nicht zu Ende gedacht. War das vermeintliche Lieblingsdessert des Personalers beim Versenden noch taufrisch, sind Anblick und Geruch beim Auspacken alles andere als betörend. Das Resultat steht für sich. Was das für den Bewerber bedeutet, kann sich wahrscheinlich jeder denken.

Für welche Branche ist eine Guerilla-Bewerbung geeignet?

Guerilla-Bewerbungen sollten branchenabhängig versendet werden. Besonders in kreativen Bereichen kann diese Form der Bewerbung gut ankommen. Generell gilt: Je konservativer das Unternehmen und/oder die Branche bzw. das Produkt und die Branchensprache, desto eher sollte man auf eine besonders kreative Bewerbung verzichten.

Jeder, der mit dem Gedanken spielt, seiner Bewerbung eine persönliche Note zu verleihen, sollte wirklich individuell und kreativ arbeiten. Ideen aus dem Internet zu klauen, macht hier wenig Sinn. Unternehmen, die bereits eine Bewerbung dieser Art bekommen oder gesehen haben sind schnell gelangweilt, wenn sie ein ähnliches Exemplar noch einmal bekommen. Als Beispiel hierfür dient die Werbeagentur "Zum Goldenen Hirschen", die sich mit jeder Einsendung eines Geweihs mehr und mehr an der "Kreativität" ihrer Bewerber satt sahen und am Ende nicht mal mehr ein müdes Gähnen aufbringen konnten.

Aber: Es gibt auch einige wirklich gute Guerilla-Bewerbungen, wie diese hier zum Beispiel:

  • Eine Bewerberin schickte zusammen mit ihrer Bewerbung in der Weihnachtszeit einen Osterhasen mit den Worten, sie sei ihrer Zeit voraus.
  • Ein Koch bewarb sich mit einer Bratpfanne als Bewerbungsmappe und wurde sofort zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
  • Der deutsche Entertainer Stefan Raab legte Bewerbungen ein Glas Honig und einen Pinsel bei und sagte dazu, dass er dem Personaler keinen Honig um den Bart schmieren wolle, er dies aber nun gerne selber tun könne.

So individuell die Guerilla-Bewerbung sein mag, letztlich zählt immer die persönliche Qualifikation und das Können. Bei aller Kreativität sollte man auch hier ein gewisses Maß an Professionalität nicht vergessen.

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