Rezension Beispiel

Das Studentenleben hat noch nicht mal richtig begonnen, das jagt bereits ein wissenschaftlicher Fachbegriff den Nächsten. Wir haben alle unbekannten Ausdrücke zum Thema Studium für dich gesammelt und liefern dir die passende Erklärung gleich mit dazu. Hier: Wie sieht eine Beispiel-Rezension aus?

Beck, Ulrich: Verwurzelter Kosmopolitismus: Entwicklung eines Konzepts aus rivalisierenden Begriffsoppositionen, in: Beck, Ulrich/ Szaider, Natan/ Winter, Reiner(Hg.): Globales Amerika? Die kulturellen Folgen der Globalisierung: Bielefeld (2003), S. 25-43.

Ulrich Beck wurde 1944 geboren. Er studierte Soziologie, Philosophie, Psychologie und Politikwissenschaft in München. Nach seiner Habilitierung lehrte er an verschiedenen deutschen Universitäten. Seit 1992 ist er an der Universität in München und der London School of Economics and Political Science. An diesen beiden Universitäten lehrt er Soziologie. In seinen Arbeiten beschäftigt Beck sich auch mit den Themen Globalisierung und dem damit verbundenen Folgen für die Menschheit. Wichtige Arbeiten von ihm sind unter anderem: Risikogesellschaft: Auf dem Weg in eine andere Moderne (1986), und: Was ist Globalisierung? (1997).

Bei dem vorliegenden Text von Ulrich Beck handelt es sich um eine wissenschaftliche Arbeit, die 2003 in einem Gemeinschaftswerk von mehreren Autoren, die sich alle mit dem Phänomen Globalisierung beschäftigen, erschienen ist. Er beschreibt mehrere Begriffe, die zusammen mit der Globalisierung immer wieder genannt werden und versucht diese genauer zu erklären. Am Anfang beschreibt Beck einmal die Wirkung der Globalisierung auf die Menschen. Die einen können die Globalisierung als Ausbreitung der Demokratie und des freien Marktes verstehen, andere wiederum sehen nur eine Ausbreitung der großen Konzerne. Als ersten Begriff versucht er „kosmopolitisch“ genauer zu erklären. Er sieht darin die zwei Gemeinschaften, zu denen der Mensch gehört. Einerseits zum Kosmos, also zur Natur, anderseits zum Polis, also zum Staat. Beck meint, dass dieser Begriff beschreibt, dass man sich öffnet und ein neues Gespür für die ganzen Universalismen die es gibt entwickelt. Er sagt aber auch, dass das noch keine Erklärung ist, ob kosmopolitisch nur ein freundlicherer Begriff für Amerikanisierung ist. In den Begriffen Nationalität und Internationalität sieht er keinen Widerspruch. Die beiden Begriffe setzen einander voraus. Wenn man nur national denkt, schließt man das national andere aus. Aber nur wenn man innerhalb eines Staatensystems anerkannt wird, besteht man auch als Nation. Transnationales Denken schließt das andere wiederum mit ein. Beck sieht es allerdings als Problem, dass Politiker transnationale Institutionen aufbauen, jedoch auf nationaler Ebene gegen die Transnationalität sind. Die Kosmopolitisierung sieht Beck nicht als utopischen Traum oder Alptraum, sondern als etwas, dass ständig passiert. Als Beispiel hierfür führt er die Nahrungsmittel an. So etwas wie rein nationale Nahrungsmittel gibt es seiner Meinung nach nicht mehr. Abschließend zu seinen Ausführungen sagt Beck: Der einzige Weg nach vorn führt in eine kosmopolitische Welt jenseits von Nationalismus und Imperialismus (S. 41).

Mit diesem Text will Beck die Globalisierung durch seine Begriffserklärungen näher beschreiben und erklären. Beck beschreibt mehrere Begriffe die immer wieder mit der Globalisierung verwendet werden, um zu zeigen, dass manche Begriffe oft irrtümlich verwendet, oder oft falsch verstanden werden. Die Globalisierung sieht er grundsätzlich für gut an. Nur sieht er bei der Vorgangsweise und der Umsetzung Probleme. Globalisierung ist für ihn ein Prozess, den es schon lange gibt und den man auch nicht umkehren kann. Eine kosmopolitische Welt, weg vom Nationalismus ist für ihn das Ziel. Mit diesem Text versucht er den Menschen die Angst vor diesem Prozess zu nehmen und vor Irrtümern zu warnen. Nationalismus ist für ihn etwas, das es heute eigentlich nicht gibt. Auch wenn die Völker nicht so stark über Staatsgrenzen hinweg wandern, so kann ein jeder zu Hause in seinem Wohnzimmer die Welt zu sich nach Hause holen. Jugendkultur und Nahrungsmittel gleichen sich seiner Meinung nach sowieso schon Weltweit. Bei den Politikern sieht er das Problem, dass sie oft transnational handeln, jedoch national gegen die Transnationalität sprechen. Durch eine andere Vorgangsweise würde den Menschen die Angst vor der Globalisierung genommen werden. Der Text ist nicht ganz leicht zu lesen. Er ist nicht wirklich flüssig geschrieben und daher auch nicht sofort verständlich. Beck erklärt nur ständig Begriffe und versucht zu zeigen wie er sie sieht. Er versucht mit diesem Text schon eine breite Öffentlichkeit anzusprechen, aber dafür ist er zu kompliziert geschrieben. Für mich ist der Text eine gute Erklärung von Begriffen, hat mir aber die Globalisierung nicht wirklich nähergebracht.

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