Stundenplan erstellen

Du bist neu im Studium und hast noch keinen Plan, wie du dir deinen Stundenplan erstellen kannst? Das ist ganz normal! Aber du wirst schnell feststellen, dass das alles kein Hexenwerk ist. Wir sagen dir, wie du deinen Stundenplan erstellst und all deine ECTS-Punkte erreichst.

In der Schule war es so schön einfach: Dort wurde dir der Stundenplan vorgegeben und du hast am Unterricht teilgenommen, wie es im Stundenplan stand. Zunächst einmal wollen wir vorwegnehmen, dass ein bisschen Planlosigkeit im ersten Semester ganz normal ist. Aber die gute Nachricht ist: Schon tausende andere Erstsemester standen vor der Frage, wie sie ihren Stundenplan erstellen können und haben es sehr wahrscheinlich geschafft – du dann doch erst recht, oder?

Stundenplan an der FH

Vielleicht können wir dir den ersten Angstschweiß von der Stirn wischen: Wenn du vorhast, an einer Fachhochschule zu studieren, hast du dort mehr Vorgaben als an einer Uni. Dazu gehört auch, dass dir der Stundenplan vorgegeben wird – also im Prinzip so wie an der Schule. Du kannst zwar im Laufe des Studiums Schwerpunkte und Vertiefungsrichtungen bestimmten, aber auch diese finden in einem bestimmten zeitlichen Rahmen statt. Das gilt übrigens auch für private Hochschulen.

Stundenplan an der Uni

Mehr Freiheit und Selbstverantwortung hast du, wenn du an einer Universität studierst. Neben einigen anderen Unterschieden zwischen Uni und FH, gehört dieser mit dazu.

Wenn du deinen Stundenplan erstellst, gönn dir einfach ein bisschen Ruhe, stell dir einen Kaffee oder Tee daneben, such dir auf der Seite deiner Universität das Curriculum und die Studien- bzw. Prüfungsordnung raus und natürlich das Vorlesungsverzeichnis, in dem alle Veranstaltungen samt Beschreibung, Ort, Zeit und Dozent aufgeführt sind.

Damit es mit deinem Stundenplan erstellen klappt, haben wir einige Tipps für dich erstellt – damit du gut in dein erstes Semester starten kannst. Außerdem bieten wir dir einen Stundenplan zum Download an, in den du alle deine Lehrveranstaltungen eintragen kannst.

Stundenplan zum Download

Den Stundenplan nicht zu voll packen

Vielleicht bist du hoch motiviert und willst mit einem Wahnsinns-Auftakt in dein Studium starten. Motivation ist gut, doch wir müssen einmal kurz die Handbremse anziehen und dir sagen: Pack dir deinen Stundenplan nicht zu voll. Vielleicht führt deine Motivation dazu, im ersten Semester viele Kurse zu belegen und viele ECTS-Punkte sammeln zu wollen. Was du unbedingt beachten solltest, ist, dass jede Lehrveranstaltung Vor- und Nachbereitungszeit benötigt. Je mehr Kurse du also belegst, desto mehr musst du zu Hause oder in der Bibliothek vor- oder nachbereiten. Außerdem schreibst du Klausuren oder Hausarbeiten. Deswegen empfehlen wir dir, am Anfang nicht zu viel zu belegen und einen XXL-Stundenplan sein zu lassen.

Unsere Empfehlung: 15 bis 20 Semesterwochenstunden sind realistisch, oder anders ausgedrückt etwa 30 ECTS pro Semester, damit du in der Regelstudienzeit fertig wirst. Außerdem kannst du mit weniger Seminaren und Vorlesungen im Gepäck im ersten Semester herausfinden, wie alles funktioniert, wie es mit dem Pensum klappt und ob du alles managen und bewältigen kannst.

Stundenplan selbst zusammenbasteln

Der Stundenplan ist nicht wie in der Schule vorgegeben, sondern an der Uni erstellst du dir deinen Stundenplan selber. Am Anfang erscheint es dir vielleicht unübersichtlich. Du weißt nicht, wo du die Lehrveranstaltungen findest und welche Fächer du belegen sollst. In der Regel gibt es an jeder Universität einen sogenannten Online-Campus, in den du dich einloggen kannst, wenn du immatrikuliert bist. Dort sind auch alle Lehrveranstaltungen im Vorlesungsverzeichnis zu finden.

Außerdem bieten die Unis in der Regel beispielhafte Studienverlaufspläne an. Diese kannst du dir ansehen und wenn du möchtest, dich daran orientieren. Der beispielhafte Aufbau ist so, dass du dein Studium in der Regelstudienzeit abschließen kannst.

Pflichtveranstaltungen und die Kür

Es gibt Pflichtveranstaltungen, die musst du belegen und entsprechende Leistungsnachweise erbringen, und es gibt Wahlveranstaltungen und Vorlesungen, die du ganz nach Belieben belegen kannst.

Bei welchen Veranstaltungen es sich um Pflichtkurse handelt, kannst du in der Studien- oder Prüfungsordnung nachlesen. Dort steht auch, in welchem Leistungsumfang du die Kurse besuchen musst.

Das Vorlesungsverzeichnis

Jetzt geht es daran, dass du dir ganz konkret deine Lehrveranstaltungen raussuchst. Dafür gibt es das Vorlesungsverzeichnis, in dem alle Veranstaltungen stehen, die im Semester angeboten werden. Häufig gibt es auch gedruckte und kommentierte Vorlesungsverzeichnisse neben dem, was im Web steht. Sieh dir in Ruhe an, welche Veranstaltungen angeboten werden, welche dich davon interessieren und welche du alternativ belegen würdest, wenn dein Wunschfach bereits voll belegt ist.

Im Vorlesungsverzeichnis wird auch der Ort der Veranstaltung angegeben sowie Zeit und Dozent.

Das Puzzle beginnt

Vielleicht hast du schon viele Veranstaltungen gefunden, die dich interessieren? Dann solltest du überprüfen, ob sie sich zeitlich miteinander vereinbaren lassen oder ob es Überschneidungen gibt. Um den Überblick zu behalten kannst du dir alles in einen Stundenplan eintragen, wie du ihn vielleicht noch aus der Schulzeit kennst.

Besondere Lehrveranstaltungen

Achte darauf, dass es manche Veranstaltungen nur zu bestimmten Zeiten gibt, zum Beispiel nur im Sommersemester oder nur im Wintersemester. Manchmal gibt es auch einmalige Seminarangebote mit einem bestimmten externen Dozenten oder zu einem ganz bestimmten Thema, das dich sehr interessiert, aber auch nur einmalig angeboten wird. Solche „Einschränkungen“ können dir bei einer Entscheidung helfen, falls es mit anderen Lehrveranstaltungen Überschneidungen gibt und du vor der Wahl stehst, welchen Kurs du belegen sollst. Auch für den weiteren Verlauf des Studiums kann es wichtig sein. Denn im schlimmsten Fall musst du ein Jahr warten, bis du einen sommer- und wintersemester-gebundenen Kurs wieder belegen kannst.

Anmeldung zum Seminar

Wenn du dich für Veranstaltungen entschieden hast, musst du dich häufig anmelden. Bei Vorlesungen ist das nicht der Fall, aber mindestens bei allen Lehrveranstaltungen, in denen eine Prüfung vorgesehen ist. In der Regel kannst du dich direkt über den Online-Campus für deine Wunschseminare anmelden.

Mit dem Stundenplan den Tag einteilen

Die Tagesplanung ist ein sehr individueller Punkt: Du bist relativ frei, dir deine Unitage zu gestalten, wenn du deinen Stundenplan erstellst. Vielleicht bist du jemand, der gerne den Vormittag mit Seminaren und Vorlesungen belegen möchte, um den restlichen Tag frei zu haben. Oder du lernst gerne spät? Du wirst im Laufe des Studiums herausfinden, was dir liegt.
Achte auch darauf, wie viel Zeit zwischen den Lehrveranstaltungen liegt. Wenn du eine Lehrveranstaltung um acht Uhr morgens hast und die nächste erste wieder um 16 Uhr, kann das dazu führen, in der Zwischenzeit in ein Motivationsloch zu fallen. Aber wie gesagt: Das ist alles sehr individuell.

Und zum Schluss …

… noch ein kleiner Mutmacher für dich: Mit jedem Semester kommt ein Stück mehr Gelassenheit und Routine bei Erstellen deines Stundenplans. Mag es Anfang noch kompliziert erscheinen, so können wir dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es später wirklich Spaß macht, sich seinen Stundenplan zusammenzupuzzeln. Denn wie ein Puzzle ist es manchmal tatsächlich. Und wenn alle Stricke reißen, dann kannst du dich einfach an den Musterstundenplänen orientieren, die dir die Uni in deinem Fach vorschlägt.

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