Physik Studium

In dir steckt ein kleiner Nerd, für den die Funktion einer Mikrowelle kein Wunder, sondern einfach das Ergebnis von Physik ist? Dann beschäftige dich doch ein ganzes Studium lang mit mathematisch-physikalischen Zusammenhängen! Mit was du im Studium alles experimentieren kannst, welche Berufsaussichten Physiker haben und welche Unis ein Physik Studium anbieten, erklären wir dir hier.

Was haben Aristoteles, Kopernikus, Wilhelm Conrad Röntgen, Marie Curie und Albert Einstein gemeinsam? Sie haben unsere Welt aus ihren Angeln gehoben! Oder nein, eigentlich genau das Gegenteil: Sie haben die Welt geordnet. Und zwar mit ihren bahnbrechenden physikalischen Erkenntnissen.

Wenn du dich in diese Reihe der berühmten Physiker (von denen es natürlich noch viel mehr gibt) einreihen willst, solltest du Physik studieren. Hier geht es um nichts Geringeres als die Formulierung von Naturgesetzen.

Deinen Forschungsdurst kannst du in Bachelor- und Masterstudiengängen der Physik, der Technischen Physik, Astrophysik, Geophysik oder Biophysik stillen. Diese werden aufgrund ihres Forschungscharakters von vielen Universitäten und einigen Fachhochschulen angeboten, meistens als klassisches Vollzeitstudium.

Im Physik Studium geht es darum, Problemlösungen zu finden. Dazu beschäftigst du dich mit dem Aufbau von Materie, Messtechniken, mathematischen Methoden und allen physikalischen Kerngebieten, unter anderem mit Mechanik, Thermodynamik, Elektrodynamik oder Magnetismus. Aber auch angrenzende Disziplinen wie Chemie, Informatik oder Mathematik spielen eine große Rolle für den Physiker von morgen.

Wenn dir das alles zu naturwissenschaftlich ist, solltest du dir lieber ein anderes Studienfach suchen. Wenn genau das dein Ding ist – willkommen im Physik Studium!

Das Physik Studium im Überblick

Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen musst du für das Physik Studium mitbringen:

Bachelor

  • Allgemeine Hochschulreife (Matura oder Berufsreifezeugnis

    • Alternativ: Studienberechtigungsprüfung

  • Bestehen des Aufnahmeverfahrens

Master

  • Bachelor (oder gleichwertiges Studium) in Physik oder einem verwandten Fach

Persönliche Voraussetzungen

In der Physik geht es um Logik und die Anwendung und Herleitung von Naturgesetzen. Du brauchst also eine hohe Affinität zu allen Naturwissenschaften, insbesondere Physik, Chemie und Mathematik. Gute Schulnoten in diesen Fächern sind ein Anfang. Perfekt auf die Anforderungen vorbereitet bist du aber erst, wenn du Lust hast, thematisch richtig in die Tiefe zu gehen und zu pauken. Physik lernt man aber nicht aus Büchern, sondern auch bei Experimenten, das macht natürlich besonders viel Spaß. Dabei darfst du nicht vergessen, dass zu Experimenten auch deren Dokumentation und Analyse gehört – Daten auszuwerten und sie wissenschaftlich zu beschreiben, sollte dir auch liegen. Mit Disziplin und einer gut organisierten Arbeitsweise ist das ein Leichtes.

Studieninhalte

Die genauen Studieninhalte hängen natürlich vom gewählten Physik-Studiengang ab. In einem allgemeinen Physik Studium kannst mit folgenden Themen rechnen:

  • Einführung in die Phyik
  • Experimentalphysik, u.a. Elektrizität, Magnetismus, Optik
  • Mathematische Methoden
  • Experimentelle Methoden
  • Aufbau von Materie
  • Atom-, Kern- und Teilchenphysik
  • Mechanik und Quantenmechanik
  • Elektrodynamik, Thermodynamik, Wärmelehre
  • Mathematik, u.a. Differenzialrechnung, Integralrechnung, Algebra, Vektoranalyse
  • Programmieren in der Physik
  • Wissenschaftliches Arbeiten

Wählst du ein spezielles Physik Studium wie Geophysik, Technische Physik oder Biophysik, kommen natürlich noch weitere, spezifisch auf das Fachgebiet zugeschnittene, Inhalte dazu.

Was aber alle Studiengänge gemeinsam haben: Du kannst eigene Schwerpunkte wählen. Typischer Zeitpunkt dafür ist in der zweiten Studienhälfte. Zu diesem Zeitpunkt hast du bereits ein breites Basiswissen. Welche Schwerpunkte angeboten werden, ist von der Uni/FH abhängig.

Schwerpunkte können sein:

  • Elektronik und Sensorik
  • Geophysik
  • Astrophysik
  • Quantenphysik
  • Klimaphysik
  • Technische Physik
  • Computergestützte Messtechnik
  • Ionen-, Plasma- und Angewandte Physik

Und noch etwas, was alle Physik-Studiengänge eint: All diese Inhalte werden in Vorlesungen (du hörst überwiegend zu, viele Teilnehmer), in Seminaren (du bist aufgefordert dich zu beteiligen, kleinere Gruppen) und Laborarbeiten (du machst Experimente und lernst praktisch) vermittelt – das Studium ist damit sehr abwechslungsreich und besteht nicht nur aus grauer Theorie.

Dauer & Verlauf

Bachelor

  • Regelstudienzeit: 6 Semester
  • Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)
  • Unterrichtssprache: Deutsch, teilweise auch in Englisch

Master

  • Regelstudienzeit: 4 Semester
  • Abschluss: Master of Science (M.Sc.)
  • Unterrichtssprache: Deutsch, teilweise auch in Englisch

Karriere

Was kann man mit einem Physik Abschluss machen? Werden Physiker überhaupt gebraucht? Schließlich kann nicht jeder, der Physik studiert, der nächste Stephen Hawking werden ... oder?

Ja, das stimmt wohl. Dennoch gibt es einen großen Arbeitsmarkt für studierte Physiker. Diese werden nämlich in Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft eingesetzt.

Alle technisch geprägten Branchen und Unternehmen profitieren vom breiten naturwissenschaftlichen Wissen von Physikern sowie von ihrer Kompetenz, Probleme selbstständig lösen zu können. Das können Industriebetriebe sein, also wo Produkte hergestellt werden, genauso gut aber auch andere Unternehmen, die Überschneidungen mit (physikalischer) Technik haben. Man denke hier nur mal Softwareentwicklung, Textiltechnik, Modellbildung, medizinische Technologien und ähnliches. Ihre Handlungskompetenz ist aber selbst in fachfremden Branchen gefragt, wie im Consulting oder Finanzsektor.

Physiker können hier die unterschiedlichsten Aufgaben übernehmen, wie

  • Produktionsleitung,
  • Projektleitung,
  • Qualitätsmanagement,
  • Beratung oder 
  • Entwicklung.

Und selbstverständlich bleibt noch die Forschung. Universitäten, private Institute oder Labore von Industrieunternehmen setzen auf Physiker mit einem hohen akademischen Abschluss. Wer in der Forschung arbeitet, hat meistens einen Master oder promoviert sogar.

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